🐕 Zwingerhusten beim Hund 🐾

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Gerade bei Spaziergängen in größeren Hundegruppen, bringt der Hund schnell mal einen Husten mit nachhause. Doch was unterscheidet Zwingerhusten von normalen Husten. Wir haben dir alle wichtigen Infos rund um das Thema Zwingerhusten beim Hund zusammengefasst.

Zwingerhusten beim Hund – Erste Anzeichen

Da der Zwingerhusten eine Erkrankung der Atemwege darstellt, weisen die ersten Anzeichen typische Erkältungssymptome auf. Der Hund hustet vor allem bei Anstrengungen und wenn Druck auf den Hals ausgeübt wird. Der Hustenanfall hört sich anders an und klingt wie ein Bellen. Zeitgleich tritt aus Augen und Nase ein Ausfluss aus. Vergleichbar sind die Symptome vom Zwingerhusten mit den Symptomen der Kinderkrankheit Keuchhusten.

Zwingerhusten beim Hund – Diagnose

Die gesicherte Diagnose für den Zwingerhusten kann nur ein Tierarzt stellen. Ist er sich selbst unsicher, wird er einen Abstrich vom Rachen nehmen und diesen mikroskopisch untersuchen. Anhand der festgestellten Erreger kann der Tierarzt den Zwingerhusten bestätigen oder auch ausschließen. Meistens reicht für eine Diagnose aber das typische bellenartige Husten des Hundes und der Ausfluss aus Nase und Augen.

Zwingerhusten beim Hund – Symptome

Die ersten Anzeichen beim Zwingerhusten sind – wie der Name schon sagt – ein starker Husten des Hundes. Dieser Husten klingt allerdings anders als ein normaler Husten, denn er hat einen bellenden Klang. Diese Hustenanfälle häufen sich und treten verstärkt auf, wenn Druck auf die Unterseite des Halses auftritt. Vor allem Hunde, die am Halsband geführt werden, zeigen die Symptome vom Zwingerhusten als erstes. Viele Hunde mit dieser Erkrankung würgen während eines Hustenanfalls oder erbrechen sogar den Mageninhalt.
Die weiteren Symptome sind eine gereizte Schleimhaut, eine entzündete Luftröhre bzw. Kehlkopf und ein Ausfluss aus der Nase oder den Augen. Häufig hat der Hund auch keinen Appetit und frisst nicht mehr.

Wie unterscheidet man Zwingerhusten beim Hund von einer Erkältung ?

Der Husten bei einem Zwingerhusten hört sich anders an als bei einem normalen Hundehusten. Meistens ist der Hustenanfall so schlimm, dass der Hund beim Husten auch noch erbricht. Bei einer normalen Erkältung beim Hund sind diese Symptome nicht so ausgeprägt. Spätestens, wenn zum Husten und Ausfluss aus der Nase noch Fieber und eine allgemeine Mattigkeit hinzukommt, ist der Zwingerhusten am wahrscheinlichsten.

Wie erkenne ich Zwingerhusten beim Hund ?

Der Zwingerhusten stellt sich oft anhand folgender Symptome dar:

  • Hustenanfälle mit bellenden Klang
  • Erbrechen und Würgen beim Husten
  • Entzündete Schleimhäute
  • entzündete Atemwege von Bronchien und Luftröhre
  • Ausfluss aus der Nase
  • Ausfluss aus den Augen
  • Fieber
  • allgemeine Mattigkeit

Zwingerhusten beim Hund – Dauer und Verlauf

Die Inkubationszeit für den Zwingerhusten kann nicht eindeutig festgelegt werden. Manchmal dauert es nur einige Tage, bis die Krankheit ausbricht – manchmal kann es aber auch bis zu einem Monat dauern.
Ein Hund, der ein intaktes Immunsystem aufweist, kann unter Umständen mit einem milden Verlauf der Krankheit rechnen. Neben den typischen Symptomen wie Husten und Nasenausfluss klingt der Zwingerhusten nach ein bis zwei Wochen wieder ab und der Hund wird vollständig genesen.
Allerdings kann Zwingerhusten auch einen schwerwiegenden Verlauf nehmen. Spätestens, wenn Fieber hinzu kommt und der Hund sehr geschwächt ist, kann der Krankheitsverlauf sehr kritisch werden. Manchmal entwickelt sich sogar eine gefährliche Lungenentzündung, die mitunter zum Tod führen kann. Die Genesungszeit ist bei dieser Variation des Zwingerhustens deutlich länger und kann sich über Wochen hinziehen.

Zwingerhusten beim Hund  – Inkubationszeit

Da für den Zwingerhusten beim Hund mehrere Erreger verantwortlich sind, kann die Inkubationszeit nicht genau angegeben werden. Manchmal treten bereits nach vier Tagen die ersten Symptome in Form von bellendem Husten auf. Einige Erreger lassen sich Zeit und der Hund zeigt erst nach 10-30 Tagen die ersten Symptome. Da auch die Ansteckungsquellen sehr vielseitig sein können, kann im Nachhinein nur schwer festgestellt werden, warum oder woran sich der Hund infiziert hat.

Chronischer Zwingerhusten beim Hund

Auch ein Zwingerhusten kann chronisch werden, zumindest die Symptome dieser Erkrankung. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die erstmalige Erkrankung nicht vollständig ausgeheilt wurde. Daher ist es so wichtig, dass du bei den ersten Symptomen sofort einen Tierarzt aufsuchst, damit sofort etwas gegen den Zwingerhusten getan wird. Dabei gilt auch hier wie bei fast allen Erkrankungen: Eine schnelle Diagnose mit einer sofortigen Behandlung lässt den Zwingerhusten nicht ganz ausbrechen und somit schneller abheilen. Wird der Zwingerhusten sozusagen verschleppt, kann der Husten tatsächlich chronisch werden. Lasse es daher nicht so weit kommen und gehe mit deinem Hund bei den ersten Anzeichen zum Tierarzt.

Zwingerhusten bei Welpen

Das Immunsystem bei einem Welpen ist noch nicht so stark ausgeprägt, sodass die jungen Hunde schnell von den Erregern angesteckt werden können. Vor allem in Tierheimen geborene Welpen können sich aufgrund der Vielzahl von Fremdhunden schnell infizieren. Dabei ist besonders für Welpen aus dem Ausland diese Gefahr immer gegeben. Kommt dann noch der Stress des Transports hinzu, brechen die Symptome vom Zwingerhusten sehr schnell in den ersten Tagen im neuen Zuhause aus.

Zwingerhusten beim Hund – Kosten der Impfung und Behandlung

Eine Impfung gegen den Zwingerhusten kann auf zwei Arten gemacht werden. Muss der Hund sowieso auch gegen andere Krankheiten geimpft werden, sollte eine Kombinationsimpfung in Erwägung gezogen werden. Die Sechsfachimpfung beispielsweise beinhaltet Impfstoffe gegen Staupe, Parvovirose, H.c.c, Leptospirose, Tollwut und eben Zwingerhusten. Preislich liegt diese Impfung bei ca. 70 €.

Um auch gegen die gefürchteten Bakterienerreger geschützt zu sein, gibt es für den Hund eine besondere Nasenimpfung. Dem Hund wird dieser Impfstoff direkt in die Nase geträufelt und er ist dadurch innerhalb weniger Tage immunisiert. Diese Impfung bietet sich an, wenn der Hund schnell geschützt werden soll, weil er zum Beispiel spontan in einer Hundepension untergebracht werden muss.

Zwingerhusten beim Hund – Ist die Impfung sinnvoll ?

Da sich Hunde fast überall mit dem Erreger des Zwingerhustens anstecken können, kann eine Impfung gegen diese Erkrankung natürlich sinnvoll sein. Besonders anfällig für Zwingerhusten sind Hunde, die sehr viel Kontakt zu anderen Hunden haben. Das ist vor allem der Fall, wenn der Hund sich häufig in Tierpensionen, Hunde-Tagesstätten, Hundeschulen oder sonstigen Rudelhaltungen aufhält. Hier ist die Ansteckungsgefahr einfach am größten. Die Zahl der Hunde, die gegen den Zwingerhusten geimpft wurden, ist geringer als bei Impfungen gegen andere Krankheiten. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Hund bei einem anderen Hund ansteckt, einfach größer.

Gehört dein Hund auch noch zu einer Risikogruppe, ist er noch gefährdeter.  Dazu gehören alte, sehr junge  und sehr gestresste Hunde. Auch bei kranken Hunden ist das Immunsystem so geschwächt, dass der Erreger des Zwingerhustens vom eigenen Körper nicht mehr bekämpft werden kann. Haben diese Hunde dann auch noch wechselnden Hundekontakt, sind sie besonders gefährdet und sollten deswegen geimpft werden.

Zwingerhusten beim Hund – Behandlung und Therapie

Solltest du die Symptome des Zwingerhustens bei deinem Hund feststellen, solltest du so schnell wie möglich einen Tierarzt oder sogar eine Tierklinik aufsuchen. Wenn der Tierarzt die Diagnose Zwingerhusten bestätigt, wird er in erster Linie hustenlindernde Medikamente oder einen Hustenstiller verordnen. Werden bei der Krankheit auch Bakterien vermutet, wird auf jeden Fall auch Antibiotika verordnet.

Auf jeden Fall sollte dein Hund zu Hause Ruhe genießen können, d. h., dass sämtliche Aktivitäten gestrichen werden müssen. Auch auf die Umgebung des Hundes solltest du dein Augenmerk richten. Der Raum, in dem sich dein Hund aufhält, sollte gut durchlüftet werden, da bei einer Atemwegserkrankung eine zu feuchte oder zu trockene Luft kontraproduktiv ist. Natürlich solltest du deinen Hund von anderen Hunden separieren, damit diese nicht auch mit dem Zwingerhusten angesteckt werden.

Ist Zwingerhusten vom Hund auf den Menschen übertragbar und ansteckend ?

Ein Zwingerhusten beim Hund entsteht durch mehrere verschiedene Erreger. Als Primärinfektion gelten mehrere Virenstämme. Diese Viren befallen häufig nur eine Tierart, sodass eine Ansteckung vom Hund auf den Menschen so gut wie ausgeschlossen ist.

Allerdings treten beim Zwingerhusten oftmals als Sekundärinfektion Bakterien auf. Einige dieser Bakterienstämme, die auch für den Zwingerhusten verantwortlich sind, können allerdings dem Menschen auch gefährlich werden. Solange also nicht geklärt ist, welche Erreger bei deinem Hund die Krankheit ausgelöst haben, kann die Frage nicht genau beantwortet werden, ob der Zwingerhusten auf den Menschen übertragbar ist.

Generell gilt natürlich auch hier, dass immungeschwächte Menschen – also alte, junge oder kranke Menschen – besondere Vorsicht walten lassen sollten und lieber den Kontakt mit dem infizierten Hund meiden sollten.

Ist der Zwingerhusten beim Hund für andere Hunde und  Katzen ansteckend?

Der Zwingerhusten ist für alle anderen Hunde hoch ansteckend. Die Ansteckung erfolgt über die Tröpfcheninfektion, wobei die Erreger aber auch auf typischen Gegenstände lange überleben können. Dadurch ist es leider möglich, dass sich Hunde ebenso beim gemeinsamen Benutzen von beispielsweise Wassernäpfen oder Hundespielzeug anstecken können.

Einige – nicht alle – Erreger können auch auf Katzen überspringen und infolgedessen ist auch eine umgekehrte Ansteckung von einer Katze auf den Hund denkbar.

Darf der Hund mit Zwingerhusten Kontakt zu anderen Hunden haben?

Da der Zwingerhusten eine hochgradig ansteckende Krankheit ist, sollte der infizierte Hund auf keinen Fall Kontakt zu anderen Hunden haben. Durch die Tröpfcheninfektion kann der Zwingerhusten sehr schnell übertragen werden. Der betroffene Hund sollte daher während der Krankheitsphase sehr isoliert gehalten werden.

Wie gefährlich ist Zwingerhusten für den Hund?

Der Zwingerhusten selbst ist zwar nicht schön für den Hund, aber zumindest in der milden Form nicht gefährlich. Die anfänglichen Symptome können vom Tierarzt schnell gelindert werden. Dennoch können Folgeerkrankungen, wie beispielsweise eine Lungenentzündung, auftreten und dann kann es für den Hund doch sehr schnell gefährlich werden.

Zwingerhusten beim Hund – Hausmittel

Gegen den Hustenreiz kannst du deinem Hund einen Tee aus Fenchel oder Thymian anbieten. Mit etwas Honig sollte er es sogar gerne trinken. Weiterhin kannst du deinen Hund gegen die Atemwegserkrankung inhalieren lassen. Am besten eignet sich dazu ein Kamillesud oder eine Kochsalzlösung. Alle schleimlösenden Hausmittel, die für den Menschen gut sind, können auch dem Hund verabreicht werden. Allerdings sollte man die Dosis so berechnen, als wäre sie für ein Kleinkind bestimmt.

Zwingerhusten beim Hund – Vorbeugen

Durch eine Impfung kann zumindest die schwere Verlaufsform des Zwingerhustens verhindert werden, aber ganz vermeiden kann man den Ausbruch der Erkrankung nicht. Die Erreger, die für den Ausbruch von Zwingerhusten verantwortlich sind, sind so vielfältig, dass sie nicht mit einer Impfung ausgeschaltet werden können. Die milde Form von Zwingerhusten kann also trotz Impfung ausbrechen.

Weiterhin kannst du der Erkrankung vorbeugen, wenn du deinen Hund nicht unkontrolliert mit fremden Hunden zusammen lässt. Natürlich braucht ein Hund Hundekontakte, aber die Auswahl kannst du als Hundehalter ja steuern. Das Spielen mit bekannten und gesunden Hunden stellt eine geringere Wahrscheinlichkeit der Ansteckung dar.

Sind mehrere Hunde zusammen, muss auf eine gute Hygiene geachtet werden. Die Futter- und Wassernäpfe sowie Spielzeug sollten regelmäßig ausgekocht werden.

 

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Sabine Gert-Schlühr

Ich bin ehrenamtliche Pflegestelle für gerettete Hunde aus Rumänien. Bei mir leben neben meinen drei eigenen Hunden meistens immer noch 1 - 2 Pflegehunde, bis sie vermittelt werden. Mein größtes Hobby und auch meine Berufung ist das Beobachten meines Hunderudels. Besonders durch meine 14 Jahre alte Schäferhündin (Chefin im Rudel) habe ich sehr viel lernen können, wie die Kommunikation unter Hunden funktioniert.

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