🐕 So fĂ€hrt der Hund sicher im Auto mit 🚗

    Jeder Hundebesitzer möchte so viel wie möglich mit seinem Hund zusammen unternehmen. Irgendwann sind die heimischen Gassistrecken schon so oft abgelaufen, dass sowohl der Mensch als auch der Vierbeiner gerne einmal etwas anderes sehen bzw. schnĂŒffeln möchte. DafĂŒr wird oftmals ein Auto benötigt, vor allem deshalb, weil die schönsten Strecken zum Laufen außerhalb der bewohnten Gegenden sind.
    Manche Hunde lieben das Autofahren, andere wiederum leider nicht. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass du das Autofahrtraining nicht richtig aufgebaut hast. Die gute Nachricht ist, es ist nie zu spÀt noch einmal neu anzufangen. Dabei sollten dir zwei Aspekte ganz wichtig sein: Der Hund muss sicher im Auto verstaut werden und er sollte wÀhrend der Fahrt auch nicht leiden.

    Den Hund ans Auto fahren gewöhnen

    Vor allem bei Hunden, die sowieso allen neuen Dingen skeptisch gegenĂŒberstehen, solltest du deinen Vierbeiner erst einmal an das Auto generell gewöhnen. Es nĂŒtzt nichts, den Hund einfach in das Fahrzeug zu setzen und loszufahren. Wenn er Angst hat, wird er sich nie beruhigen. Außerdem ist es dem Tier gegenĂŒber auch nicht fair, wenn er einfach in eine fĂŒr ihn beĂ€ngstigende Situation gebracht wird.
    Besser ist es, mit dem Hund das Auto zusammen neu kennen zu lernen. Wenn du als Fahrzeug ein Kombi besitzt, ist es leichter. Du kannst den Kofferraum hinten aufmachen und zusammen mit deinem Liebling hinein steigen. Du setzt dich einfach auf die Kante und hebst deinen Hund auf die AblageflĂ€che. Dann solltest du ihn am besten ganz in Ruhe lassen, damit er sich mit seiner neuen Umgebung auseinandersetzen kann. Vielleicht schnĂŒffelt er nun in jede Ecke und legt sich im besten Fall nach einer kurzen Zeit einfach hin. Letzteres wĂ€re ganz toll, denn d. h., dass er sich im Auto tatsĂ€chlich entspannen kann. Kurz danach nimmst du deinen Hund wieder aus dem Kofferraum heraus und gehst vom Auto weg. 
    Wenn du keinen Kombi besitzt, dann setzt du dich am besten mit deinem Hund zusammen auf die RĂŒcksitzbank. Ansonsten ist es aber das gleiche Vorgehen. Im zweiten Schritt solltest du deinen Vierbeiner auch ruhig einmal fĂŒr ein paar Minuten alleine im Auto lassen. Wenn dein Liebling das Kommando „bleib“ kennt, ist das deutlich von Vorteil. Du sagst ihm – am besten wenn er liegt – dass er auf seinem Platz bleiben soll und du verlĂ€sst das Auto. Nach ein paar Minuten kommst du wieder, lĂ€sst deinen Hund aus dem Auto heraus und gehst mit ihm weg.
    Im dritten Schritt verlĂ€sst du deinen Hund und steigst auf den Fahrersitz wieder ein. Dein Vierbeiner muss sich an diese Situation gewöhnen, denn er wird wĂ€hrend der Autofahrt in den meisten FĂ€llen alleine auf seinem Platz bleiben mĂŒssen. Jetzt zĂŒndest du noch einmal den Motor, lĂ€sst in ein paar Minuten laufen – und sonst nichts. Dann steigt ihr wieder aus und macht am besten ein kleinen Spaziergang.

    Mit dem Hund Auto fahren ĂŒben

    Wenn dein Hund nun an das Auto gewöhnt ist, geht es ans Üben. Dabei hat es sich bewĂ€hrt, dass du am Anfang nur ganz kurze Strecken fĂ€hrst. Kurz danach steigst du mit deinem Hund wieder aus und ihr macht etwas ganz Tolles zusammen. Spiele doch einmal ganz ausgelassen mit ihm oder werfe ihm seinen Lieblingsball. Nach ein paar Minuten, steigt ihr erneut ein und fahrt wieder ein kleines StĂŒck. So lernt dein Hund auf eine langsame Art und Weise das Autofahren.
    Wichtig ist, dass dein Vierbeiner die Lernerfahrung macht, dass es sich lohnt, im Auto mitzufahren. Am Ende der Fahrt steht immer etwas ganz Tolles fĂŒr den Hund. Vor allem neue Gassistrecken wird dein Liebling zu schĂ€tzen lernen. Achte aber darauf, dass dein Hund nie zu aufgeregt in das Auto einsteigt. Viele Hundebesitzer machen den Fehler, dass sie den Hund durch Worte wie „Wollen wir jetzt Auto fahren?“ und „Jetzt geht’s los!“ so richtig aufpushen. Dann ist es kein Wunder, wenn der Hund die ganze Fahrt ĂŒber Stress hat. Besser ist es von Anfang an, wenn alles, was mit dem Auto zu tun hat, in einer ruhigen AtmosphĂ€re stattfindet.

    Transportmöglichkeiten fĂŒr den Hund im Auto

    Tiere gelten in der Straßenverkehrsordnung als Ladung und mĂŒssen dementsprechend gesichert werden. Bei einem Unfall kann ein nicht gesichertes Tier als Wurfgeschoss durch das Auto fliegen. Das kann fĂŒr den Hund sehr schlecht ausgehen, aber auch fĂŒr dich als Menschen. Auch bei sehr kurzen Strecken kann ein Unfall passieren. Wir Menschen mĂŒssen uns schließlich auch immer anschnallen.
    Das sicherste, wie ein Hund im Auto transportiert werden kann, ist sicherlich eine Hundebox. FĂŒr kleinwĂŒchsige Hunde kann unter UmstĂ€nden eine Stoffbox ausreichend sein. FĂŒr grĂ¶ĂŸere Hunde sollte es aber eine stabile Hartplastikbox (wie sie beim Fliegen verwendet werden mĂŒssen) oder eine Gitterbox sein. Am besten passt eine solche Box natĂŒrlich in den Kofferraum des Autos – aber nur bei Kombi-Modellen. Du solltest niemals deinen Hund bei einer Limousine im Kofferraum transportieren.
    Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Hund auf dem RĂŒcksitz festgeschnallt wird. DafĂŒr gibt es extra Anschnallgurte mit einem Karabinerhaken zu kaufen. Das andere Ende wird in den Klickverschluss der Anschnallvorrichtung eingesteckt. Dabei sollte dein Hund natĂŒrlich ein Geschirr tragen. Befestige den Karabiner niemals am Halsband, denn dann könnte sich dein Hund bei einem Unfall das Genick brechen.

    Der Hund hat Angst im Auto

    Wenn dein Hund wirklich deutliche Angstsignale wie Zittern zeigt, solltest du das ernst nehmen. Vielleicht bist du in der Gewöhnungsphase zu schnell vorgegangen? Dann könntest du noch einmal von vorne anfangen und dir deutlich mehr Zeit lassen.
    Es ist ĂŒbrigens ein Mythos, dass Zuwendung Angst-Symptome verstĂ€rkt. Du kannst also durchaus versuchen, deinem Hund beruhigend zuzureden. Wer wirklich unter AngstzustĂ€nden leidet, wird auch nicht fressen können, sodass die Gabe von Leckerchen nicht zum Erfolg fĂŒhren wird. Viele Hunde verlieren ihre Angst, wenn eine vertraute Person neben ihnen sitzt. Wenn es möglich ist, sollte ein lieber Mensch mit dem Hund auf der RĂŒckbank sitzen – zumindest in der ersten Zeit. Das kann in vielen FĂ€llen sehr helfen. Irgendwann wird die zweite Person auch nicht mehr nötig sein.
    Eine weitere Möglichkeit wĂ€re der Einsatz eines Dufthalsbandes. FĂŒr Ă€ngstliche Hunde gibt es seit einiger Zeit DĂŒfte mit Pheromonen zu kaufen. Viele Vierbeiner werden durch den Geruch sehr ruhig, da es sie an die Mutter HĂŒndin erinnert und sie sich sofort geborgen fĂŒhlen. Ein Versuch wĂ€re es wert, denn viele Hundebesitzer sprechen tatsĂ€chlich von einem großen Erfolg.

    Der Hund hat Stress im Auto

    Wenn dein Hund beim Autofahren gestresst ist, wird er wahrscheinlich sehr viel fiepen und speicheln und sehr unruhig sein. Der erste Schritt wĂ€re, dass du grundsĂ€tzlich fĂŒr viel Ruhe beim Autofahren sorgst. Übe mit deinem Hund das ruhige Einsteigen und sei vor allem wĂ€hrend der Fahrt selber ruhig, indem du nicht laut wegen der anderen Autofahrer vor dich hin schimpfst. Manche Hundehalter können gar nicht glauben, dass sie selbst die Ursache fĂŒr das stressige Verhalten ihres Hundes im Auto sind!
    Vielleicht verarbeitet dein Hund aber auch die vielen Außenreize sehr schlecht. Wenn er aus dem Fenster schauen kann, sind die vorbeiziehenden GegenstĂ€nde zu reizvoll fĂŒr ihn. Abhilfe könnte hier eine Box sein, sodass er nicht aus dem Auto heraus schauen kann. Manche Hunde sind auch froh ĂŒber einen Kauknochen. Das Kauen an sich kann sehr gut Stress abbauen. Bei stressigen Hunden helfen im Übrigen beruhigende Worte erfahrungsgemĂ€ĂŸ nicht so gut. Jede Ansprache regt sie noch mehr auf.
    FĂŒr den Anfang wĂ€re es auch eine Möglichkeit, den Hund vor der Autofahrt richtig auszupowern. Wenn du ihm zwanzig Mal den Ball geworfen hast, wird er vielleicht froh sein ĂŒber die Möglichkeit, im Auto zu liegen. Aber da musst du aufpassen, dass das Ballspielen nicht zur Sucht wird.

    Der Hund zeigt Übelkeit beim Auto fahren

    Manche Hunde vertragen das Autofahren leider körperlich nicht. Wie bei kleinen Kindern auch, können sie sich wĂ€hrend der Fahrt ĂŒbergeben. Das liegt einfach daran, dass die Gleichgewichtsorgane noch nicht richtig ausgereift sind. Vor allem Welpen haben damit zu kĂ€mpfen. WĂ€hrend es auf den Autobahnen meist noch geht, ist vor allem bei kurvigen Strecken Schluss mit Lustig.
    Du solltest deshalb darauf achten, dass du den Hund direkt vor der Fahrt nicht mehr fĂŒtterst. Welcher Zeitraum noch o. k. ist, kannst du leider nur durch Versuche austesten. Es gibt dafĂŒr keine allgemeingĂŒltige Regel. Dann ist dem Hund zwar wĂ€hrend der Autofahrt immer noch ĂŒbel, aber er ĂŒbergibt sich nicht mehr.
    Viele Hundehalter haben positive Erfahrungen damit gemacht, eine ganz niedrige Dosis von Reisemedikamenten fĂŒr Kinder dem Hund zu verabreichen. Um da aber auf Nummer Sicher zu gehen, solltest du dich vorher mit deinem Tierarzt beraten. Wenn es auf eine medikamentöse Behandlung hinauslaufen sollte, wird er am besten wissen, was deinem Hund nicht schadet.
    In den meisten FĂ€llen ist es so, dass sich Hunde mit der Zeit schon an das Autofahren gewöhnen können. Es muss nur die Anfangszeit ĂŒberbrĂŒckt werden.

    Hund im Auto bei langer Fahrt in den Urlaub

    Wenn du deinen Hund mit in den Urlaub nehmen möchtest, ist das grundsĂ€tzlich im Auto kein Problem. Das Gute daran ist, dass ihr das Tempo der Fahrt selber bestimmen könnt. Du solltest natĂŒrlich öfter einmal eine Pause einlegen, damit sich der Hund lösen und etwas schnĂŒffeln kann.
    Auf Autobahn-ParkplĂ€tzen solltest du natĂŒrlich besonders auf deinen Hund aufpassen und nur angeleint mit ihm umherlaufen. Zu schnell könnte er sich vor unbekannten GerĂ€uschen erschrecken und in den Verkehr laufen.
    Biete deinem Vierbeiner in den Pausen sehr oft etwas zu trinken an. Mit dem Fressen solltest du sparsam umgehen. Mit einem vollen Hundebauch wird er sich wĂ€hrend der Fahrt nicht so wohl fĂŒhlen. Aber da er ja nur mitfahren muss und keine Kalorien verbraucht, wird sich sein Hunger auch in Grenzen halten.

    Im Sommer und bei Hitze mit dem Hund Auto fahren

    Solltest du keine Klimaanlage in deinem Auto haben, wird es in der Hitze sehr schwierig sein mit dem Hund. Hunde können bekanntlich ja nicht schwitzen und sind auf eine angenehme Umgebungstemperatur angewiesen. Wenn du bei geöffnetem Fenster fahren musst, solltest du aufpassen, dass dein Hund die Zugluft nicht direkt abbekommt. LÀnger als eine halbe Stunde solltest du so mit deinem Tier nicht im Auto unterwegs sein.
    Wenn dein Auto eine Klimaanlage hat, achte darauf, dass die KĂŒhlung nicht direkt auf deinen Hund gerichtet ist. Dadurch kann er sich nĂ€mlich ziemlich schnell erkĂ€lten. Achte ebenso darauf, dass die Temperatur nicht zu kĂŒhl ist. FĂŒr Hunde ist eine Temperatur von 20-21° perfekt.
    Steige auch niemals mit deinem Hund in ein aufgeheiztes Auto ein. Du solltest vorher immer fĂŒr mindestens 5 Minuten alle TĂŒren öffnen.

    Fazit

    Mit dem Hund alle Abenteuer zu bestehen, macht Spaß – vorausgesetzt, der Hunde vertrĂ€gt das Autofahren. Aber man kann jedem Tier beibringen, dass es etwas ganz Tolles ist, in ein Fahrzeug einzusteigen. Manchmal geht es schneller, manchmal dauert es etwas. Der Erfolg eines gut aufgebauten Autofahrtrainings ist mit nichts zu ersetzen: Euch steht nĂ€mlich die ganze Welt offen!

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