🐕 Mein Hund hat Mundgeruch 🐾

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Jeder Hundebesitzer kennt das – je nach Nahrungsaufnahme kann der Atem des Hundes schon mal mehr oder weniger unangenehm riechen. Hast Du jedoch das Gefühl, der Mundgeruch hält über einen längeren Zeitraum an, breitet sich der unangenehme Geruch im ganzen Haus aus oder wird die Mitnahme im Auto schon echt zur Geruchsbelästigung, dann ist das meistens ein Indikator dafür, dass irgendetwas mit Deinem Hund nicht in Ordnung ist. Schmusen und Kuscheln macht dann nicht mehr richtig Spaß und auch Dein Hund fühlt sich nicht wirklich wohl, weil offensichtlich irgendetwas nicht stimmt.

Mundgeruch beim Hund – Ursache

Mundgeruch beim Hund – auch als Halitosis bezeichnet – kann unterschiedliche Ursachen haben. Oft sind sie harmlos und hängen mit den Zähnen oder der Nahrungsaufnahme Deines Hundes zusammen. Der Hund hat vielleicht rohes Fleisch gefressen, oder seinen Knochen wiedergefunden, den er vor Tagen im Garten verbuddelt hat, der nun natürlicherweise in den Verwesungszustand übergegangen ist. Nahrungsreste zwischen den Zähnen, Aufnahme von Kot (Koprophagie) oder schlechte Mundhygiene können weitere Ursachen sein. In einigen Fällen jedoch können ernsthafte Krankheiten die Ursache sein. Hält der penetrant unangenehme Geruch also länger an, ist ein Besuch beim Tierarzt anzuraten. Oftmals ist der schlechte Atem Deines Hundes ein Indiz für eine ganz andere Krankheit. So kann eine verstopfte Analdrüse der Grund sein, warum sich Dein Hund häufig dort leckt und das übelriechende Sekret aufnimmt.Magen-Darmerkrankungen, eine entzündete Bauchspeicheldrüse, aber auch eine Allergie oder eine Stoffwechselerkrankung sind weitere Ursachen für den Mundgeruch eines Hundes und sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Selbst eine Entzündung der Atemwege führt zu übelriechendem Atem beim Hund.

Mein Hund hat Mundgeruch – Was tun ?

Häufig entsteht Mundgeruch beim Hund auch durch Zahnstein, Karies oder Parodontose. Manchmal kannst Du schon an der Art des Geruches feststellen, was Deinem vierbeinigen Freund gerade fehlt. Riecht der Atem Deines Mundes eher eitrig, dann kann eine der vorgenannten Zahnerkrankungen die Ursache sein. Nimmt Dein Hund sein Futter nur sehr zögerlich – schlechtesten falls gar nicht mehr auf, so ist das eventuell ein Zeichen für Zahnschmerzen durch Zahnstein oder zu dicken Zahnbelag. Diese sind oft nur durch eine professionelle Zahnsteinentfernung oder Parodontose Behandlung zu bekämpfen. Stellst Du wiederum einen leichten Uringeruch im Atem Deines Hundes fest, kann das unter Umständen ein Anzeichen für eine Nierenentzündung sein. Ein süßlicher Atem wiederum weißt auf eine Diabetes hin, aber auch ein „chemischer“ Geruch des Atems ist typisch für eine Diabetes. In diesem Fall wirst Du feststellen, dass Dein Hund ein erhöhtes Trinkbedürfnis hat. Ab zum Tierarzt!

Mundgeruch beim Hund – Zahnwechsel beim Welpen

Hast Du einen Welpen bzw. einen sehr jungen Hund, wirst Du ab und zu einen bestimmten Geruch nach Blut oder Metall feststellen. Kein Grund zur Besorgnis – das kommt von den leichten Blutungen, die entstehen, wenn der Hund nach und nach seine ersten Zähne verliert. Das verbleibende Blut im Maul Deines Hundes kann wirklich sehr penetrant „stinken“, sollte Dich aber nicht weiter beunruhigen. Nach dem kompletten Zahnwechsel sollte der unangenehme Geruch von selbst wieder verschwinden. Nun ist aber der beste Zeitpunkt, Deinen Hund daran zu gewöhnen, Dir seine Zähne zu zeigen, d.h. sein Maul zu öffnen, wenn Du danach sehen willst. Schau Dir sein Zahnfleisch und die Backentaschen gründlich an, entferne Nahrungsreste und kontrolliere die Schleimhäute im Maul. Je früher er das lernt, um so einfacher wird es später sein, solche Untersuchungen bei ihm durchzuführen.

Mundgeruch beim Hund bekämpfen

Zunächst kann man ruhig einmal versuchen, den Mundgeruch des Hundes mit Hausmitteln zu bekämpfen. Hierzu mische ich beispielsweise regelmäßig kleingehackte Petersilie ins Futter, man kann auch zerkleinerte Minze Blättchen untermischen – das mag allerdings nicht jeder Hund.
Um langfristig gegen Mundgeruch beim Hund vorzugehen, ist eine gründliche Zahnhygiene unverzichtbar.
Gegen Plaque und Zahnstein sollte man dem Hund gegebenenfalls auch mal die Zähne putzen. Dazu verwendet man am besten eine spezielle Hundezahncreme, eine Kinderzahncreme tut es aber auch. Es gibt extra Zahnbürsten für Hunde, ich nehme dafür die Finger, da ich ihm so auch gut etwas Zahncreme in die Backentaschen schmieren kann. Diese bewirkt die Zersetzung von Bakterien, die aus der Nahrung aufgenommen wurden und verhindert schlechten Atem.
Mit Kauknochen und vor allem frischen Knochen sorgt man ganz nebenbei für eine natürliche Zahnpflege und verhindert übermäßigen Zahnstein.

Mundgeruch beim Hund durch Futter

Eine der häufigsten Ursachen für Mundgeruch bei Hunden ist nach wie vor das Futter. Immer noch wird sehr viel Dosen – bzw. Nassfutter verfüttert. Nassfutter setzt sich in den Zahnzwischenräumen und Zahntaschen ab und verfault dort. Ein übler fauliger Mundgeruch ist die logische Konsequenz und macht das Zusammenleben mit unserem geliebten vierbeinigen Freund nicht leichter. Auch Trockenfutter mit einem hohen Fischanteil führen zu schlechtem Atem. Achte beim Füttern außerdem unbedingt darauf, dass im Futter keine Zuckerzusätze enthalten sind. Abgesehen davon, dass Zucker Gift für Deinen Hund ist (und leider dennoch häufig verschiedenen Futtern enthalten ist) wird dieser bereits im Maul von Bakterien zersetzt und führt unmittelbar zu starkem Mundgeruch und zur Schädigung von Zähnen und Zahnfleisch.

Mundgeruch beim Hund durch Barf

Du möchtest Deinen Hund „barfen“? Gute Entscheidung! Trotzdem kommt es zu starkem Mundgeruch? Nun kann es sein, dass das ein- oder andere beigemengte Gemüse/Obst zur Übersäuerung des Magens führen kann. Achte bei der Zusammenstellung darauf, möglichst basisches Gemüse/Obst zu verwenden zum Beispiel Möhren, Sellerie, Petersilie und ein wenig Apfel, dann sollte der Mundgeruch zeitnah verschwinden. Bedenke jedoch, dass Dein Hund bei einer Umstellung auf Barf zunächst einmal komplett entgiftet. Auch das verursacht eine zeit lang penetranten Mundgeruch, der durch die Entgiftung des Darms und er Nieren entsteht, aber auch nach einer Eingewöhnung wieder verschwindet. Fehlendes Calcium kann ebenfalls manchmal die Ursache sein. Calcium erhält der Hund über die Fütterung von Knochen und Knorpel.
Grundsätzlich kann das Barfen (BARF-Biologisch Artgerecht Rohes Futter) die Zahn-/Maulhygiene Deines Hundes nur positiv unterstützen. Durch den Verzehr des rohen Fleisches,  das hier zugesetzt wird, wird die Kautätigkeit gefördert und die Bildung von Zahnstein verhindert. 

Mundgeruch beim Hund – Hausmittel

Ist der Mundgeruch Deines Hundes einfach auf die Nahrung zurückzuführen – und das ist in den häufigsten Fällen so – dann kann man auch mit Hausmitteln dem lästigen Geruch entgegenwirken. Wie schon eingangs erwähnt, hilft oftmals ein EL kleingehackte Petersilie, die unter das Futter gemischt wird. Ingwer und Thymian sind weitere Gewürze, die man der Nahrung beimischen kann, um Mundgeruch zu binden.
Apfelschnitze und rohe Möhren zum Zerkauen helfen bei der Anregung des Speichelflusses. Bierhefetabletten wirken bindend und sind ebenfalls empfehlenswert bei starkem Mundgeruch. Mein Hund freut sich auch über einen Kanten trockenes Brot. Da hat er lange dran zu kauen und gut verträglich ist es auch.
Hat Dein Hund Kot oder Aas aufgenommen und sein schlechter Atem kommt genau davon, dann hilft tatsächlich eine Mohrrübe oder ein Stück Apfel, um den üblen Mundgeruch sofort und ohne viel Umstände zu beseitigen. Ein richtig wirksames Hausmittel ist aus meiner eigenen Erfahrung auch Natron. Versuche es erst einmal mit einem Teelöffel im Trinkwasser – schmeckt für uns fürchterlich, Hunde trinken es aber grundsätzlich. Nun sind auch die Geschmäcker unserer Vierbeiner recht unterschiedlich und wenn Dein Hund das mit Natron versetzte Wasser nicht mag, mische es ihm unter das Futter, da wird es fast als geschmacksneutral empfunden.
Auch homöopathische Mittel werden bei der Behandlung von Mundgeruch gerne eingesetzt. Hierzu ist es aber notwendig, dass die Ursache für den schlechten Atem vorher abgeklärt werden. Gute Tierärzte bieten alternativ sowieso homöopathische Behandlungen und Mittel an.

Fazit

Grundsätzlich ist eine gute, hochwertige und ausgewogene Fütterung von Anfang an das Beste, was Du Deinem Hund angedeihen lassen kannst. Die häufigsten Gründe für Mundgeruch beim Hund sind nach wie vor Entzündungen des Zahnfleischs oder andere Entzündungen im Maul, die durch die richtige Ernährung vermieden werden könnten.

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Julika Steppat
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