🐕 Kreuzbandriss beim Hund 🐾

Wenn man ein Hund ist muss man kein Leistungssportler sein, um sich einen Kreuzbandriss am Knie zuzuziehen. Das kann im ganz normalen Alltag passieren. Dann ist es gut, wenn Frauchen oder Herrchen die Symptome richtig zu deuten wissen und die Fellnase wieder auf die Beine zu stellen.

Kreuzband – was ist das eigentlich?

Das Kniegelenk eines Säugetieres ist ziemlich kompliziert aufgebaut. Es verbindet den Oberschenkel mit dem Schienbein des Unterschenkels und wird von mehreren Bändern stabilisiert. Die Kollateralbänder verlaufen seitlich innen und außen entlang des Gelenks. Die beiden Kreuzbänder stabilisieren den hinteren Teil des Gelenks und verhindern, dass die Gelenkflächen sich gegeneinander verschieben. Wenn von einem Kreuzbandriss die Rede ist, ist meist ein Riss des vorderen Kreuzbandes gemeint.

Was sind die Symptome für einen Kreuzbandriss beim Hund?

Plötzliche Lahmheit oder eine Schonhaltung, durch die das betroffene Bein möglichst wenig belastet wird, können auf einen Kreuzbandriss hinweisen. Die Lahmheit ist in Schritt und Trab unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie muss nicht dauerhaft sein, kommt aber immer wieder. Bei eine Kreuzbandriss haben Hunde oft Schwierigkeiten, sich aus dem Liegen zu erheben. Das hält man leicht für Rückenprobleme. Im Kniegelenk kann sich Gelenkflüssigkeit sammeln, was das Gelenk anschwellen lässt. Im Sitzen winkeln Hunde das betroffenen Bein oft seitlich ab.

Kreuzbandriss beim Hund erkennen

Wenn der Hund die eben beschriebenen Symptome zeigt, kann es sein, dass er an einem Kreuzbandriss leidet. Die Endgültige Diagnose kann nur der Tierarzt stellen. Um Folgeschäden zu vermeiden, sollte man den Tierarztbesuch nicht zu lange hinauszögern.

Kreuzbandriss beim Hund – Diagnose

Zur Diagnose reicht in den meisten Fällen der Schubladen- und Tibiakompressionstest: Wenn sich Ober- und Unterschenkel im Kniegelenk unnatürlich weit verschieben lassen, ist das ein ziemlich eindeutiges Indiz für einen Kreuzbandriss. In unklaren Fällen können auch bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder eine Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) herangezogen werden.

Muss ein Hund zur Kreuzbandrissdiagnose geröntgt werden?

Röntgen oder ein weiteres Nachweisverfahren wird nur nötig, wenn der Verdacht auf Kreuzbandriss auch nach einem negativen Schubladen- und Tibiakompressionstest besteht.

Woran erkenne ich ob das Kreuzband beim Hund überdehnt, angerissen oder gerissen ist?

Die klassischen Symptome, mit denen ein vollständiger Kreuzbandriss diagnostiziert werden, sind nicht weniger stark ausgeprägt, wenn das Band nur angerissen oder gedehnt ist. Als Halter kann man das nicht unterscheiden.

Hat mein Hund Schmerzen bei einem Kreuzbandriss?

Ein Kreuzbandriss erzeugt schon in der Anfangsphase Schmerzen, weil das Gelenk sich entzündet. Diese Schmerzen sind letztendlich die Ursache für die Lahmheit. Auch eine schmerzhafte Arthrose entwickelt sich meist sehr früh.

Welche OP Methoden gibt es für einen Kreuzbandriss bei Hund?

Es gibt tatsächlich zwei- bis dreihundert Möglichkeiten, einen Kreuzbandriss beim Hund zu operieren. Sie lassen sich aber grob in zwei Gruppen gliedern:

Biomechanische Methoden

Bei biomechanischen Methoden wie TPLO (Tibia Plateau Levelling Osteotomie) und TTA/TTA Rapid (Tibial Tuberosity Advancement) wird das Gelenk so umgebaut, dass Ober- und Unterschenkel sich bei Belastung nicht mehr gegeneinander verschieben können. Dadurch wird die Funktion des Kreuzbandes überflüssig. Diese Methoden eignen sich für alle Hunde, werden aber besonders bei großen Hunden eingesetzt.

Extrakapsuläre Techniken

Hier wird versucht, außerhalb des Kniegelenks die Wirkung der Kreuzbänder zu ersetzen. Diese Techniken werden vor allem bei kleinere Hunden angewandt. Bei diesen Techniken, wie Kapselraffung, lateraler Fadenzügel oder Tight Rope wird lokal körpereigenes oder synthetisches Gewebe übertragen. Es werden Kreuzbandprothesen implantiert, die das gerissene Band ersetzen sollen. Alternativ sollen stabilisierende Maßnahmen außerhalb der Kapsel das Kniegelenk festigen.Das Ersatzgewebe ist nicht so robust wie das ursprüngliche Band, muss sich aber in einem ungünstigen biomechanischen Umfeld behaupten, das schon einmal ein Band geschädigt hat. Deswegen haben diese Techniken eine eher ungünstige Prognose.

Welche Risiken gibt es bei einer Kreuzbandriss OP beim Hund?

Invasive Eingriffe wie TPLO bergen ein deutliches Infektionsrisiko. Bei einer TPLO wird eine Platte aus körpereigenem Knochenmaterial implantiert. Wenn die bricht, kann das schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen. Trotzdem ist das heute eine der am häufigsten angewandten Operationstechniken bei einem Kreuzbandriss.

Wie hoch sind die Kosten einer Kreuzbandriss OP?

Bei einer Kreuzband OP kommen auf den Halter Kosten in Höhe von ca. €1600 zu.

Wie lange muss ich einen Hund nach der OP eines Kreuzbandrisses ruhig stellen?

In den ersten acht Tagen nach der OP muss der Hund maximal ruhig gestellt werden. In den folgenden sechs Wochen kann man die Aktivität langsam auf dreimal täglich 20 bis 30 ruhige Minuten an der Leine steigern.

Ab wann kann ein Hund nach einer Kreuzband OP wieder laufen?

Der Hund darf das Bein benutzen, muss aber vorsichtig auftreten. Ausrutschen, Springen, Treppensteigen – alle unkontrollierten Bewegungen müssen vermieden werden. Gassirunden dauern in den ersten acht Tagen nicht länger als fünf Minuten an der Leine, nur damit der Hund sein Geschäft erledigen kann.

Wie sind die Heilungschancen bei einem Kreuzbandriss beim Hund?

Wann und wie stark das Kniegelenk nach einem Kreuzbandriss wieder belastbar ist, kann man nicht pauschal sagen. Aber über neunzig Prozent der Hunde können nach dem Eingriff ein normales, schmerzfreies Leben führen.

Muss ein Kreuzbandriss beim Hund immer operiert werden?

In seltenen Fällen, wenn das Risiko einer Vollnarkose zu hoch ist, muss sich die Behandlung auf konservative Methoden beschränken und auf einen chirurgischen Eingriff verzichtet werden. Dann ist die Prognose, wieder ein normales Leben führen zu können, schon für eher kleine Hunde ab zehn Kilogramm Körpergewicht eher schlecht. Es muss also nicht immer operiert werden, ein chirurgischer Eingriff ist immer die bessere Wahl.

Welche Risiken hat ein unbehandelter Kreuzbandriss?

Wird ein Kreuzbandriss nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können sich daraus weitere Schäden am Kniegelenk entwickeln. Durch die Schonung des Beines kann es zu Muskelschwund kommen. Auch die Knochenstabilität leidet, wenn das Bein nicht belastet wird. Meniskusschäden sind häufig, ebenso wie Arthrosen.

Empfiehlt sich nach der OP der Gang zur Physiotherapie?

Physiotherapie ist auf jeden Fall eine gute Maßnahme, die Heilung nach der Knieoperation zu beschleunigen. Damit kann man schon ab dem ersten Tag nach der OP beginnen, meinen manche Tiermediziner. Andere warten 14 Tage. Das Spektrum reicht von Massagen, aktiven und passiven Bewegungsübungen, Dehnungsübungen bis zu Muskelaufbautraining. Welche Maßnahmen genau angewandt werden ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Ist ein Kreuzbandriss beim Hund erblich bedingt?

Die Gefahr, einen Kreuzbandriss zu erleiden, ist unabhängig vom Alter und Gewicht für alle Hunde gleich groß. Bei manchen Rassen, z.B Boxer, Rottweiler, Labrador, Golden Retriever und Berner Sennenhund, tritt er aber tatsächlich überdurchschnittlich häufig auf, was auf eine genetische Komponente hinweisen könnte.

Stimmt es, dass das Kreuzband der zweiten Seite beim Hund reißt, wenn die erste Seite gerissen ist?

Wenn ein Hund an einem Kreuzbandriss leidet, schont er das betroffene Bein. Dadurch wird das andere Kniegelenk stärker belastet. Wenn dieser Zustand länger andauert, kann die zusätzliche Belastung durch Verschleiß auch hier zu einem Kreuzbandriss führen. Einen direkten Zusammenhang gibt es aber nicht.

FAZIT !

Ein Kreuzbandriss beim Hund ist die häufigste Ursache für Lahmheiten an den Hinterbeinen. Es handelt sich um eine degenerative Erkrankung, die auf jeden Fall operativ behandelt werden sollte. Die Chance auf eine komplette Heilung liegt bei über neunzig Prozent.

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Evelyn

Nach einem Biologiestudium und einigen Jahren in der mikrobiologischen Forschung kam der Wendepunkt in meinem Leben. Nun lebe ich in einer Schlucht im Fichtelgebirge in einem seltsamen Mix aus Steinzeit und 21tem Jahrundert. Seit acht Jahren begeleitet mich eine zauberhafte Hundsperson: Klug, nett, einfühlsam, und so pflichtbewußt, dass sogar seine besten Freunde mit einem Würstchen in der Hand vor der Tür vergebens um Einlass bitten. Reinkommen geht gar nicht. Drin sein ist dagegen kein Problem. Ich liebe Hundelogik.

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