ūüźē Hund und Katze aneinander gew√∂hnen ūüźą

    Kann man √ľberhaupt Hund und Katze aneinander gew√∂hnen?

    Beim Zusammenf√ľhren von Hund und Katze kommt es in der Regel nicht darauf an, ob es sich um einen Welpen, Junghund oder erwachsenen Hund handelt. Ausschlaggebend sind hier einzig der Charakter und die bisherige Erfahrung des Hundes sowie auch der Katze. Wichtig ist aber in jedem Fall, geduldig zu bleiben und beiden Seiten die notwendige Hilfestellung zu geben, damit ein harmonisches Zusammenleben entstehen kann. So sind Aussagen wie ‚Äědie werden sich schon aneinander gew√∂hnen‚Äú oder ‚Äěder muss lernen, dass die Katze der Boss ist‚Äú etc. hier v√∂llig fehl am Platz. Diese Ans√§tze sind vor allem oft auch Grund, warum die Gew√∂hnung aneinander nicht gut geht.

    Wie gewöhnt man am besten Hund und Katze aneinander?

    Um Hund und Katze aneinander zu gew√∂hnen, ist es besonders wichtig, sanft und langsam an die Sache heranzugehen. Deswegen sollte man sich vor allem in den ersten Tagen, am besten sogar in den ersten Wochen, besonders viel Zeit nehmen, um den Beginn des Zusammenlebens besonders harmonisch zu gestalten. Bei Einzug einer Katze oder eines Hundes (egal ob Jungtier oder erwachsen) solltest du unbedingt auch ausreichend Urlaubstage miteinplanen. Einerseits um zu sehen, ob die zwei gut miteinander zurechtkommen und bei Problemen eingreifen zu k√∂nnen. Andererseits auch, damit der Neuank√∂mmling dich als seine neue Bezugsperson n√§her kennenlernen kann. Aber da du ‚Äď vor allem beim Hund ‚Äď die Stubenreinheit und das Alleinebleiben (auch beim erwachsenen Hund) in langsamen Schritten trainieren musst, ist ein Urlaub ohnehin unumg√§nglich.

    Der Erstkontakt von Hund und Katze

    Lernen sich Hund und Katze zum ersten Mal kennen, dann sollte dies unbedingt im gesicherten Rahmen erfolgen. Daher sichere deinen Hund mit Brustgeschirr und Leine, vor allem, wenn du nicht wei√üt, wie er auf Katzen reagiert. So kannst du ein Nachjagen der Katze und Schlimmeres vermeiden. Im besten Fall unterst√ľtzt dich hierbei eine Zweitperson. Was du auf gar keinen Fall tun solltest ist, die Katze oder auch den Hund zu zwingen, mit dem fremden Gegen√ľber Kontakt aufzunehmen. Des √Ėfteren sieht man beispielsweise, wie die Katze zum Hund hingehalten wird, damit sie sich gegenseitig beschn√ľffeln k√∂nnen. Das wird aber mit gro√üer Wahrscheinlichkeit zumindest mit einer negativen Reaktion der Katze enden.

    Hier ein paar Tipps f√ľr dich, wie die Zusammenf√ľhrung sowie das weitere gemeinsame Leben f√ľr alle Seiten entspannt ablaufen kann. Eines gleich vorweg: Auf Wasserspritze & Co solltest du in jedem Fall verzichten. Dies trifft jedoch nicht nur auf die Zusammenf√ľhrung von Hund und Katze zu, denn Erziehung durch Bestrafung hat bei einem respektvollen Umgang mit Tieren, vor allem unseren Haustieren, nichts verloren.

    • Neues Zuhause erkunden
      Perfekt w√§re es, wenn der Neuank√∂mmling noch vor Erstkontakt die M√∂glichkeit bekommt, sein neues Reich ganz in Ruhe zu erkunden. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Hund und auch Katze die Erkundungstour auch schon daf√ľr nutzen, zumindest geruchlich mit dem noch fremden Mitbewohner Kontakt aufzunehmen und ihn dadurch etwas n√§her kennenlernen.
      Katze zieht ein: Gegebenenfalls kann einstweilen die Zweitperson mit deinem Hund einen Spaziergang machen, sodass der schnurrende Neuankömmling sein neues Zuhause sowie auch die wichtigsten Orte, wie Futterplatz und Katzenklo, stressfrei kennenlernen kann.
      Hund zieht ein: Perfekt w√§re es, wenn auch der Hund sein neues Wohnumfeld stressfrei erkunden kann. Im Falle einer Freig√§ngerkatze tut man sich hierbei etwas leichter. Man sollte hier unbedingt daran denken, eine vorhandene Katzenklappe zu verriegeln, damit deine Katze nicht √ľberraschenderweise die Erkundungstour des Hundes durchkreuzt. Dar√ľber hinaus gibt es auch Hunde, die problemlos durch eine Katzenklappe passen (als Beispiel hierf√ľr nenne ich jetzt einfach meine drei 15-20 kg Hunde). Um deine Katze trotz kurzem Aussperren positiv zu stimmen, kann eine vorhandene Zweitperson deiner Katze w√§hrenddessen drau√üen ein paar Leckerbissen geben oder mit ihr spielen. Aber auch im Falle einer Wohnungskatze ist es m√∂glich, dem Hund ausreichend Raum zum Erkunden zu geben, ohne auf die Katze zu treffen. Hier kommt der R√ľckzugSraum deiner Katze zum Einsatz. Ebenso sollte sich bei dieser Variante eine unterst√ľtzende Hand w√§hrenddessen mit Spieleinheiten oder Leckerbissen um deine Katze k√ľmmern.
    • R√ľckzugsm√∂glichkeiten
      Biete deiner Katze ausreichend R√ľckzugsorte an, wo dein Hund nicht hinkommt. Diese sollten am besten in jedem Raum zur Verf√ľgung stehen. Perfekt w√§re es, wenn deine Katze sogar einen Raum nur f√ľr sich nutzen kann. Beispielsweise kann der Durchgang mit einem Kindergitter abgetrennt werden, so k√∂nnen sich Katze und Hund zwar beobachten, aber sind dennoch r√§umlich voneinander getrennt.
    • Kontrollierter Gartenzugang
      Hast du einen Garten, dann sollten auch hier ein paar Vorkehrungen getroffen werden. Einerseits solltest du auch hier R√ľckzugsm√∂glichkeiten f√ľr deine Katze schaffen. Andererseits solltest du deinen Hund anfangs nur unter kontrollierten Bedingungen in den Garten lassen, sobald sich auch deine Katze im Garten befindet, um so unn√∂tige Konflikte zu vermeiden. Zus√§tzlich ist es hilfreich, wenn du f√ľr deinen Hund den Aufenthalt im Garten mit Entspannungs√ľbungen, wie Deckentraining oder mit ruhigen Schn√ľffelspielen gestaltest. So ist dein Hund erstens besch√§ftigt und kommt so auf keine kreativen Ideen. Weiters verkn√ľpft er den Garten sowie auch seinen k√§tzischen Mitbewohner mit Ruhe und Entspannung.
    • Futterplatz und Katzenklo
      Der Futterplatz und auch das Katzenklo deiner Katze sollten einen Platz finden, an dem deine Katze stets problemlos hingehen kann, ohne dass es zu einem Spie√ürutenlauf wird. Besonders beim Katzenklo besteht – die nicht so schmackhafte Gefahr – dass dein Hund vielleicht auf die Idee kommt, die Exkremente zu fressen. Allein schon aus diesem Grund sollte ein vorhandenes Katzenklo au√üer Reichweite deines Hundes aufgestellt werden. Dies k√∂nnte beispielsweise in dem Zimmer sein, in welches dein Hund nicht hineindarf. Die Futter- und Wassersch√ľssel k√∂nnten auch irgendwo erh√∂ht stehen, wie zum Beispiel auf der K√ľchenanrichte. So kann deine Katze auch stressfrei fressen und du musst nicht darauf aufpassen, dass dein Hund deiner Katze das Futter stiehlt.
    • Konflikte l√∂sen
      Kommt es zwischen deinem Hund und deiner Katze zu Konfliktsituationen, dann solltest du unbedingt eingreifen und das jeweilige ‚ÄěOpfertier‚Äú aus der Situation holen. Wartest du darauf, dass es sich die zwei selbst ausmachen, dann kann dies richtig unsch√∂n enden. Erstens sind Katzenkrallen enorm scharf und k√∂nnten auch eine sensible Stelle des Hundes treffen, wie zum Beispiel die Augen. Zweitens lernen Hund als auch Katze in dem Fall genau das, was du eigentlich vermeiden m√∂chtest. N√§mlich, dass vom Gegen√ľber eine Gefahr ausgeht und man entweder selbst in Angriffsstellung gehen muss oder, dass es notwendig ist zu fl√ľchten, was wiederum mit einer Jagd enden k√∂nnte.
    • ‚ÄěClick for Blick‚Äú
      F√ľr jeden Blick Richtung Katze gibt‚Äôs ein Lob und als Belohnung ein Futterst√ľck. So lernt dein Hund ganz schnell, dass der Stubentiger ganz toll ist, schlie√ülich folgt immer was Positives, wenn er die Katze sieht. Dar√ľber hinaus kommt dein Hund so auch nicht auf die Idee, der Katze nachzujagen. Andersrum kannst du aber auch deine Katze daf√ľr belohnen, wenn dein Hund in der N√§he ist, indem du sie zum Beispiel zum Kuscheln einl√§dst oder ihr ein paar Leckerbissen gibst.

    Ist es einfacher, einen Welpen an eine Katze zu gewöhnen?

    Wie bereits anfangs geschrieben kommt das ganz auf den Charakter und die bisherige Erfahrung des Hundes, in diesem Fall eben auf den Welpen, an. Hat der Welpe in seinen ersten Lebenswochen bereits Katzen im positiven und entspannten Sinn kennengelernt, dann kann dies die Zusammenf√ľhrung enorm erleichtern. Hat der Welpe jedoch gelernt, dass Katzen gef√§hrlich sind, weil er von einer Katze st√§ndig attackiert wurde, sodass er beim Anblick einer Katze selbst bereits zum Angriff √ľbergeht, dann kann die Zusammenf√ľhrung von Welpe und Katze enorm arbeitsintensiv werden. Das Zusammenleben mit einem Welpen kann ‚Äď vor allem f√ľr √§ltere Stubentiger ‚Äď aber auch richtig anstrengend sein. Welpen sind verspielt und m√ľssen noch viel lernen. Beispielsweise auch, wie feinf√ľhlig mit Anderen umgegangen werden muss. So kann es schon passieren, dass der Welpe mit seinem verspielten und schwer einsch√§tzbarem Herumgehopse auf deine Katze sehr bedrohlich wirkt. Aber auch, wenn deine Katze auf die Spielaufforderung eingeht, kann der Welpe mit seinen spitzen Z√§hnchen oder auch mit den Pfoten zu grob vorgehen. So kann dann aus einem anfangs harmlosen Spiel eine ziemlich bl√∂de und schmerzhafte Erfahrung f√ľr deine Katze werden.

    Ist es einfacher, eine kleine Katze an einen Welpen zu gewöhnen?

    Auch dies kommt ganz auf den Charakter und die bisherigen Erfahrungen des jeweiligen K√§tzchens an. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass ‚Äď sofern der Hund kein Problem darstellt ‚Äď sich Kitten recht schnell an das Zusammenleben mit einem Hund gew√∂hnen. Aber auch Kitten sind verspielt und haben noch viel zu lernen. Und – wie bereits beim Welpen oben geschrieben – kann die ganze Sache auch andersherum aussehen. Denn auch ein noch so kleines K√§tzchen kann f√ľr so manchen Hund bedrohlich wirken, wenn sie sich beispielsweise in ihrem Seitw√§rtssprung zur Spielaufforderung n√§hert. Aber vielleicht mutiert dein Hund ja zum k√§tzischen Spielgef√§hrten. Dennoch sollte auch hier immer beobachtet und notfalls eingegriffen werden. Denn das K√§tzchen muss erst lernen, ihre Krallen und Z√§hnchen richtig einzusetzen, so besteht auch hier die Gefahr der Verletzung und ziemlich doofen Erfahrung f√ľr den Spielgef√§hrten.

    Kann man einen erwachsenen Hund √ľberhaupt noch an eine Katze gew√∂hnen?

    Prinzipiell spielt das Alter von Hund oder auch Katze keine Rolle. Ich w√ľrde dir jedoch ans Herz legen, dich vor √úbernahme eines erwachsenen Hundes, aber auch einer erwachsenen Katze, unbedingt zu informieren, ob und welche Erfahrungen er mit Katzen bzw. die Katze mit Hunden gemacht hat, um dir und deiner Katze bzw. deinem Hund unangenehme Aha-Momente zu ersparen.

    Wie lange dauert es, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen?

    Die Frage, wie lange es dauert, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen ist nicht so einfach zu beantworten, weil das von verschiedenen Faktoren abhängt:

    • Zum einen ‚Äď wie bereits anfangs erw√§hnt ‚Äď vom Charakter sowie der bisherigen Erfahrung der jeweiligen Katze sowie des jeweiligen Hundes.
    • Zum anderen auch von der Wohnlandschaft.
      So k√∂nnte es zum Beispiel einfacher sein, eine Katze an einen Hund zu gew√∂hnen, wenn diese auch die M√∂glichkeit des Freigangs hat. Denn dadurch kann sich deine Katze, wenn n√∂tig, aus der Aff√§re ziehen und ihren Interessen weiter nachgehen. Den Vorteil des Freigangs kannst du jedoch nur dann nutzen, wenn der Hund, der Neuzugang ist. Einer frisch √ľbernommene Katze w√ľrde ich anfangs den Zugang in den Garten (sofern dieser nicht gesichert ist) noch nicht erlauben, da hier n√§mlich die Gefahr besteht, dass sie sich verl√§uft. Vor allem, weil sie das neues Zuhause noch nicht als ihr Zuhause empfindet.
    • Und zu guter Letzt h√§ngt es auch von dir ab.
      Wie harmonisch kannst du die Zusammenf√ľhrung und auch die ersten Tage und Wochen gestalten? Kannst du ausreichend auf die Bed√ľrfnisse, vor allem nach Sicherheit, des jeweiligen Vierbeiners eingehen?

    Kann man Hund und Katze auch schnell aneinander gewöhnen?

    M√∂chtest du Hund und Katze aneinander gew√∂hnen, dann musst du dir hierf√ľr unbedingt viel Zeit nehmen und geduldig sein. Tiere sind, wie wir, komplexe Lebewesen, da ist es leider oder zum Gl√ľck nicht m√∂glich, schnell mal an einem Rad zu drehen oder an einem Knopf zu dr√ľcken und alles funktioniert wie wir es gerne h√§tten. Und mit dem Gedanken, schnell mal Katze und Hund aneinander zu gew√∂hnen, macht man weder sich selbst noch seinen Haustieren keinen Gefallen. Denn dies f√ľhrt meist dazu, dass der neue Mitbewohner, in manchen F√§llen aber sogar der bereits langj√§hrige pelzige Lebensgef√§hrte (wieder) gehen muss. Mit der Entscheidung, ein Tier ‚Äď egal welcher Art ‚Äď aufzunehmen, gehst du eine gro√üe Verantwortung ein. Tiere sind keine Sache, sondern komplexe Lebewesen, die man nicht einfach hin und herreichen kann. Schlie√ülich verlassen sich unsere Haustiere auf uns. So sollten wir uns um sie bestm√∂glich k√ľmmern und nicht bei Problemen einfach w.o. geben. Daher ist es unumg√§nglich, sich vorher √ľber alle Vor- und Nachteile eines (weiteren) Haustieres klarzuwerden. Ebenso solltest du auch f√ľr dich selbst kl√§ren, ob du die Zeit und Geduld aufwenden kannst, dich auch bei Problemen um dein Haustier zu k√ľmmern. Dar√ľber hinaus solltest du dich auch im Vorhinein gut informieren, ob der Hund oder die Katze f√ľr eine Zusammenf√ľhrung √ľberhaupt geeignet ist.

    Wie sind die Erfahrungen, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen?

    Meiner pers√∂nlichen Erfahrung nach, sind Zusammenf√ľhrungen von Hund und Katze bis jetzt gro√üteils komplikationslos abgelaufen. In diesen F√§llen wurde allerdings auch nichts dem Zufall √ľberlassen, sondern gezielt an einer harmonischen Zusammenf√ľhrung gearbeitet. Daher ist es unumg√§nglich, auf die einzelnen Faktoren zu achten und an die Sache kontrolliert heranzugehen. Der erste Schritt hierf√ľr ist, dass man sich vor der Zusammenf√ľhrung im besten Fall sogar schon vor Entscheidung, eine Katze oder einen Hund aufzunehmen, gezielt mit dem Thema samt allen m√∂glichen Problemen auseinandersetzt. Um ganz sicher zu gehen, kann man sich hierbei auch fachm√§nnischen Rat von ausgebildeten Hunde- oder KatzentrainerInnen holen.

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