🐕 Hund und Katze aneinander gewöhnen 🐈

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Kann man überhaupt Hund und Katze aneinander gewöhnen?

Beim Zusammenführen von Hund und Katze kommt es in der Regel nicht darauf an, ob es sich um einen Welpen, Junghund oder erwachsenen Hund handelt. Ausschlaggebend sind hier einzig der Charakter und die bisherige Erfahrung des Hundes sowie auch der Katze. Wichtig ist aber in jedem Fall, geduldig zu bleiben und beiden Seiten die notwendige Hilfestellung zu geben, damit ein harmonisches Zusammenleben entstehen kann. So sind Aussagen wie „die werden sich schon aneinander gewöhnen“ oder „der muss lernen, dass die Katze der Boss ist“ etc. hier völlig fehl am Platz. Diese Ansätze sind vor allem oft auch Grund, warum die Gewöhnung aneinander nicht gut geht.

Wie gewöhnt man am besten Hund und Katze aneinander?

Um Hund und Katze aneinander zu gewöhnen, ist es besonders wichtig, sanft und langsam an die Sache heranzugehen. Deswegen sollte man sich vor allem in den ersten Tagen, am besten sogar in den ersten Wochen, besonders viel Zeit nehmen, um den Beginn des Zusammenlebens besonders harmonisch zu gestalten. Bei Einzug einer Katze oder eines Hundes (egal ob Jungtier oder erwachsen) solltest du unbedingt auch ausreichend Urlaubstage miteinplanen. Einerseits um zu sehen, ob die zwei gut miteinander zurechtkommen und bei Problemen eingreifen zu können. Andererseits auch, damit der Neuankömmling dich als seine neue Bezugsperson näher kennenlernen kann. Aber da du – vor allem beim Hund – die Stubenreinheit und das Alleinebleiben (auch beim erwachsenen Hund) in langsamen Schritten trainieren musst, ist ein Urlaub ohnehin unumgänglich.

Der Erstkontakt von Hund und Katze

Lernen sich Hund und Katze zum ersten Mal kennen, dann sollte dies unbedingt im gesicherten Rahmen erfolgen. Daher sichere deinen Hund mit Brustgeschirr und Leine, vor allem, wenn du nicht weißt, wie er auf Katzen reagiert. So kannst du ein Nachjagen der Katze und Schlimmeres vermeiden. Im besten Fall unterstützt dich hierbei eine Zweitperson. Was du auf gar keinen Fall tun solltest ist, die Katze oder auch den Hund zu zwingen, mit dem fremden Gegenüber Kontakt aufzunehmen. Des Öfteren sieht man beispielsweise, wie die Katze zum Hund hingehalten wird, damit sie sich gegenseitig beschnüffeln können. Das wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest mit einer negativen Reaktion der Katze enden.

Hier ein paar Tipps für dich, wie die Zusammenführung sowie das weitere gemeinsame Leben für alle Seiten entspannt ablaufen kann. Eines gleich vorweg: Auf Wasserspritze & Co solltest du in jedem Fall verzichten. Dies trifft jedoch nicht nur auf die Zusammenführung von Hund und Katze zu, denn Erziehung durch Bestrafung hat bei einem respektvollen Umgang mit Tieren, vor allem unseren Haustieren, nichts verloren.

  • Neues Zuhause erkunden
    Perfekt wäre es, wenn der Neuankömmling noch vor Erstkontakt die Möglichkeit bekommt, sein neues Reich ganz in Ruhe zu erkunden. Darüber hinaus können Hund und auch Katze die Erkundungstour auch schon dafür nutzen, zumindest geruchlich mit dem noch fremden Mitbewohner Kontakt aufzunehmen und ihn dadurch etwas näher kennenlernen.
    Katze zieht ein: Gegebenenfalls kann einstweilen die Zweitperson mit deinem Hund einen Spaziergang machen, sodass der schnurrende Neuankömmling sein neues Zuhause sowie auch die wichtigsten Orte, wie Futterplatz und Katzenklo, stressfrei kennenlernen kann.
    Hund zieht ein: Perfekt wäre es, wenn auch der Hund sein neues Wohnumfeld stressfrei erkunden kann. Im Falle einer Freigängerkatze tut man sich hierbei etwas leichter. Man sollte hier unbedingt daran denken, eine vorhandene Katzenklappe zu verriegeln, damit deine Katze nicht überraschenderweise die Erkundungstour des Hundes durchkreuzt. Darüber hinaus gibt es auch Hunde, die problemlos durch eine Katzenklappe passen (als Beispiel hierfür nenne ich jetzt einfach meine drei 15-20 kg Hunde). Um deine Katze trotz kurzem Aussperren positiv zu stimmen, kann eine vorhandene Zweitperson deiner Katze währenddessen draußen ein paar Leckerbissen geben oder mit ihr spielen. Aber auch im Falle einer Wohnungskatze ist es möglich, dem Hund ausreichend Raum zum Erkunden zu geben, ohne auf die Katze zu treffen. Hier kommt der RückzugSraum deiner Katze zum Einsatz. Ebenso sollte sich bei dieser Variante eine unterstützende Hand währenddessen mit Spieleinheiten oder Leckerbissen um deine Katze kümmern.
  • Rückzugsmöglichkeiten
    Biete deiner Katze ausreichend Rückzugsorte an, wo dein Hund nicht hinkommt. Diese sollten am besten in jedem Raum zur Verfügung stehen. Perfekt wäre es, wenn deine Katze sogar einen Raum nur für sich nutzen kann. Beispielsweise kann der Durchgang mit einem Kindergitter abgetrennt werden, so können sich Katze und Hund zwar beobachten, aber sind dennoch räumlich voneinander getrennt.
  • Kontrollierter Gartenzugang
    Hast du einen Garten, dann sollten auch hier ein paar Vorkehrungen getroffen werden. Einerseits solltest du auch hier Rückzugsmöglichkeiten für deine Katze schaffen. Andererseits solltest du deinen Hund anfangs nur unter kontrollierten Bedingungen in den Garten lassen, sobald sich auch deine Katze im Garten befindet, um so unnötige Konflikte zu vermeiden. Zusätzlich ist es hilfreich, wenn du für deinen Hund den Aufenthalt im Garten mit Entspannungsübungen, wie Deckentraining oder mit ruhigen Schnüffelspielen gestaltest. So ist dein Hund erstens beschäftigt und kommt so auf keine kreativen Ideen. Weiters verknüpft er den Garten sowie auch seinen kätzischen Mitbewohner mit Ruhe und Entspannung.
  • Futterplatz und Katzenklo
    Der Futterplatz und auch das Katzenklo deiner Katze sollten einen Platz finden, an dem deine Katze stets problemlos hingehen kann, ohne dass es zu einem Spießrutenlauf wird. Besonders beim Katzenklo besteht – die nicht so schmackhafte Gefahr – dass dein Hund vielleicht auf die Idee kommt, die Exkremente zu fressen. Allein schon aus diesem Grund sollte ein vorhandenes Katzenklo außer Reichweite deines Hundes aufgestellt werden. Dies könnte beispielsweise in dem Zimmer sein, in welches dein Hund nicht hineindarf. Die Futter- und Wasserschüssel könnten auch irgendwo erhöht stehen, wie zum Beispiel auf der Küchenanrichte. So kann deine Katze auch stressfrei fressen und du musst nicht darauf aufpassen, dass dein Hund deiner Katze das Futter stiehlt.
  • Konflikte lösen
    Kommt es zwischen deinem Hund und deiner Katze zu Konfliktsituationen, dann solltest du unbedingt eingreifen und das jeweilige „Opfertier“ aus der Situation holen. Wartest du darauf, dass es sich die zwei selbst ausmachen, dann kann dies richtig unschön enden. Erstens sind Katzenkrallen enorm scharf und könnten auch eine sensible Stelle des Hundes treffen, wie zum Beispiel die Augen. Zweitens lernen Hund als auch Katze in dem Fall genau das, was du eigentlich vermeiden möchtest. Nämlich, dass vom Gegenüber eine Gefahr ausgeht und man entweder selbst in Angriffsstellung gehen muss oder, dass es notwendig ist zu flüchten, was wiederum mit einer Jagd enden könnte.
  • „Click for Blick“
    Für jeden Blick Richtung Katze gibt’s ein Lob und als Belohnung ein Futterstück. So lernt dein Hund ganz schnell, dass der Stubentiger ganz toll ist, schließlich folgt immer was Positives, wenn er die Katze sieht. Darüber hinaus kommt dein Hund so auch nicht auf die Idee, der Katze nachzujagen. Andersrum kannst du aber auch deine Katze dafür belohnen, wenn dein Hund in der Nähe ist, indem du sie zum Beispiel zum Kuscheln einlädst oder ihr ein paar Leckerbissen gibst.

Ist es einfacher, einen Welpen an eine Katze zu gewöhnen?

Wie bereits anfangs geschrieben kommt das ganz auf den Charakter und die bisherige Erfahrung des Hundes, in diesem Fall eben auf den Welpen, an. Hat der Welpe in seinen ersten Lebenswochen bereits Katzen im positiven und entspannten Sinn kennengelernt, dann kann dies die Zusammenführung enorm erleichtern. Hat der Welpe jedoch gelernt, dass Katzen gefährlich sind, weil er von einer Katze ständig attackiert wurde, sodass er beim Anblick einer Katze selbst bereits zum Angriff übergeht, dann kann die Zusammenführung von Welpe und Katze enorm arbeitsintensiv werden. Das Zusammenleben mit einem Welpen kann – vor allem für ältere Stubentiger – aber auch richtig anstrengend sein. Welpen sind verspielt und müssen noch viel lernen. Beispielsweise auch, wie feinfühlig mit Anderen umgegangen werden muss. So kann es schon passieren, dass der Welpe mit seinem verspielten und schwer einschätzbarem Herumgehopse auf deine Katze sehr bedrohlich wirkt. Aber auch, wenn deine Katze auf die Spielaufforderung eingeht, kann der Welpe mit seinen spitzen Zähnchen oder auch mit den Pfoten zu grob vorgehen. So kann dann aus einem anfangs harmlosen Spiel eine ziemlich blöde und schmerzhafte Erfahrung für deine Katze werden.

Ist es einfacher, eine kleine Katze an einen Welpen zu gewöhnen?

Auch dies kommt ganz auf den Charakter und die bisherigen Erfahrungen des jeweiligen Kätzchens an. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass – sofern der Hund kein Problem darstellt – sich Kitten recht schnell an das Zusammenleben mit einem Hund gewöhnen. Aber auch Kitten sind verspielt und haben noch viel zu lernen. Und – wie bereits beim Welpen oben geschrieben – kann die ganze Sache auch andersherum aussehen. Denn auch ein noch so kleines Kätzchen kann für so manchen Hund bedrohlich wirken, wenn sie sich beispielsweise in ihrem Seitwärtssprung zur Spielaufforderung nähert. Aber vielleicht mutiert dein Hund ja zum kätzischen Spielgefährten. Dennoch sollte auch hier immer beobachtet und notfalls eingegriffen werden. Denn das Kätzchen muss erst lernen, ihre Krallen und Zähnchen richtig einzusetzen, so besteht auch hier die Gefahr der Verletzung und ziemlich doofen Erfahrung für den Spielgefährten.

Kann man einen erwachsenen Hund überhaupt noch an eine Katze gewöhnen?

Prinzipiell spielt das Alter von Hund oder auch Katze keine Rolle. Ich würde dir jedoch ans Herz legen, dich vor Übernahme eines erwachsenen Hundes, aber auch einer erwachsenen Katze, unbedingt zu informieren, ob und welche Erfahrungen er mit Katzen bzw. die Katze mit Hunden gemacht hat, um dir und deiner Katze bzw. deinem Hund unangenehme Aha-Momente zu ersparen.

Wie lange dauert es, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen?

Die Frage, wie lange es dauert, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen ist nicht so einfach zu beantworten, weil das von verschiedenen Faktoren abhängt:

  • Zum einen – wie bereits anfangs erwähnt – vom Charakter sowie der bisherigen Erfahrung der jeweiligen Katze sowie des jeweiligen Hundes.
  • Zum anderen auch von der Wohnlandschaft.
    So könnte es zum Beispiel einfacher sein, eine Katze an einen Hund zu gewöhnen, wenn diese auch die Möglichkeit des Freigangs hat. Denn dadurch kann sich deine Katze, wenn nötig, aus der Affäre ziehen und ihren Interessen weiter nachgehen. Den Vorteil des Freigangs kannst du jedoch nur dann nutzen, wenn der Hund, der Neuzugang ist. Einer frisch übernommene Katze würde ich anfangs den Zugang in den Garten (sofern dieser nicht gesichert ist) noch nicht erlauben, da hier nämlich die Gefahr besteht, dass sie sich verläuft. Vor allem, weil sie das neues Zuhause noch nicht als ihr Zuhause empfindet.
  • Und zu guter Letzt hängt es auch von dir ab.
    Wie harmonisch kannst du die Zusammenführung und auch die ersten Tage und Wochen gestalten? Kannst du ausreichend auf die Bedürfnisse, vor allem nach Sicherheit, des jeweiligen Vierbeiners eingehen?

Kann man Hund und Katze auch schnell aneinander gewöhnen?

Möchtest du Hund und Katze aneinander gewöhnen, dann musst du dir hierfür unbedingt viel Zeit nehmen und geduldig sein. Tiere sind, wie wir, komplexe Lebewesen, da ist es leider oder zum Glück nicht möglich, schnell mal an einem Rad zu drehen oder an einem Knopf zu drücken und alles funktioniert wie wir es gerne hätten. Und mit dem Gedanken, schnell mal Katze und Hund aneinander zu gewöhnen, macht man weder sich selbst noch seinen Haustieren keinen Gefallen. Denn dies führt meist dazu, dass der neue Mitbewohner, in manchen Fällen aber sogar der bereits langjährige pelzige Lebensgefährte (wieder) gehen muss. Mit der Entscheidung, ein Tier – egal welcher Art – aufzunehmen, gehst du eine große Verantwortung ein. Tiere sind keine Sache, sondern komplexe Lebewesen, die man nicht einfach hin und herreichen kann. Schließlich verlassen sich unsere Haustiere auf uns. So sollten wir uns um sie bestmöglich kümmern und nicht bei Problemen einfach w.o. geben. Daher ist es unumgänglich, sich vorher über alle Vor- und Nachteile eines (weiteren) Haustieres klarzuwerden. Ebenso solltest du auch für dich selbst klären, ob du die Zeit und Geduld aufwenden kannst, dich auch bei Problemen um dein Haustier zu kümmern. Darüber hinaus solltest du dich auch im Vorhinein gut informieren, ob der Hund oder die Katze für eine Zusammenführung überhaupt geeignet ist.

Wie sind die Erfahrungen, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen?

Meiner persönlichen Erfahrung nach, sind Zusammenführungen von Hund und Katze bis jetzt großteils komplikationslos abgelaufen. In diesen Fällen wurde allerdings auch nichts dem Zufall überlassen, sondern gezielt an einer harmonischen Zusammenführung gearbeitet. Daher ist es unumgänglich, auf die einzelnen Faktoren zu achten und an die Sache kontrolliert heranzugehen. Der erste Schritt hierfür ist, dass man sich vor der Zusammenführung im besten Fall sogar schon vor Entscheidung, eine Katze oder einen Hund aufzunehmen, gezielt mit dem Thema samt allen möglichen Problemen auseinandersetzt. Um ganz sicher zu gehen, kann man sich hierbei auch fachmännischen Rat von ausgebildeten Hunde- oder KatzentrainerInnen holen.

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Barbara

Insgesamt habe ich 3 wunderbare Hunde (Nanuk, Jasper und Amina), die auch manchmal ihren eigenen Kopf haben und das finde ich auch gut so ;-)Im Mai 2017 habe ich meine 2-jährige Ausbildung zur ganzheitlich orientierten Hundeverhaltenstrainerin abgeschlossen und bin seitdem auch als solche tätig. Darüber hinaus habe ich im Frühjahr 2019 die Ausbildung zur zertifizierten Trainerin für stressbedingte Verhaltensweisen beim Hund erfolgreich absolviert.Ich sehe es als meine Aufgabe, ein respektvolles Miteinander zwischen Mensch und Hund zu fördern, schließlich sollte dies beiderseits Freude machen.

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