Dorschlebertran für den Hund – Dosierung, Wirkung und Erfahrungen

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Wenn man beginnt, sich mit dem Thema BARF auseinanderzusetzen, stößt man auf sehr viele Zusätze, die für den Hund wichtig sein sollen. Gerade als Laie auf diesem Gebiet ist es schwer zu entscheiden, was der Hund wirklich braucht und was nicht. Die Verwendung und Wichtigkeit einiger Zusätze ist sofort erkennbar, über andere muss man sich genauer informieren.

Was ist Lebertran und woraus besteht er?

Lebertran hat nichts mit dem Tran zu tun, der aus dem Fettgewebe von Walen und Robben gewonnen wird. Lebertran ist ein gelblich bis bräunliches Öl, welches aus der Leber von Kabeljau, Dorsch, heimischen Haiarten und Schellfisch durch pressen und erwärmen hergestellt wird. Er enthält leicht verdauliche Fette, Omega- 3- Fettsäuren, Jod, Phosphor und die Vitamine A, D und E. In der Hundeernährung stehen in erster Linie um die Vitamine A und D im Vordergrund.

Vitamin A ist nur in tierischen Lebensmitteln zu finden. Es beeinflusst die Sehkraft, stärkt das Immunsystem, spielt eine große Rolle bei der Fortpflanzung (in Form von Spermienproduktion sowie Plazenta- und Embryonalentwicklung) und reguliert das Wachstum und den Aufbau von Haut, Lymphgefäßen, Geschlechtszellen, Zähnen und Knochen.

Vitamin D ist ein lebenswichtiger Stoff, den der Körper nicht selber bilden. Daher muss es zugeführt werden, denn es ist notwendig, damit der Körper Calcium und Phosphor aufnehmen kann. Diese beiden Stoffe, sorgen für ein stabiles und belastbares Skelett, sowie einer Festigkeit der Zähne. Zudem fördert es die Energiegewinnung im Körper.  Desweiteren reguliert es den Calciumgehalt und den Phosphatstoffwechsel, was für die Funktionsfähigkeit und das Wachstum des Nervensystems, als auch den Erhalt der Knochen wichtig ist.

Was passiert bei Vitamin D und A Mangel?

Ein Vitamin D Mangel, wirkt sich negativ auf die Knochenstruktur aus, dh. es kann bei einer Unterversorgung zur Erweichung der Knochen kommen, welche sehr schmerzhaft ist. Bei Welpen und Junghunden ruft der Mangel häufig eine Rachitis hervor.

Eine dauerhafte Unterversorgung von Vitamin A, kann bei adulten Hunden folgende Krankheiten hervorrufen :

  • Unfruchtbarkeit
  • Bindehautentzündungen
  • Hornhauttrübungen
  • gesteigerte Anfälligkeit für Infektionen
  • Knochenstoffwechselstörungen
  • Hörausfall
  • Hautläsionen
  • NervenschädenBei Welpen und Junghunden wirkt sich der Mangel noch schneller und gravierender aus  und kann zu folgenden Störungen führen :
  • Wachstumsstörungen
  • Knochenentwicklungsstörungen
  • schlechte Futteraufnahme bis hin zur VerweigerungBei trächtigen Hündinnen wirkt sich die Unterversorgung schon im Mutterleib negativ auf die Welpen aus. Es kann zu einer Unterversorgung der Welpen kommen, wodurch Missbildungen, Schwäche oder Totgeburten begünstigt werden.

Warum ausgerechnet Dorschlebertran?

Wenn in der allgemeinen Literatur zum Thema Barf, die Rede von Lebertran in der Hundeernährung ist, spricht man für gewöhnlich von Dorschlebertran. Dieser kann Lebertran in Bezug auf die Inhaltsstoffe problemlos ersetzen. Den einzigen Unterschied findet man in Geruch und im Geschmack. Dorschlebertran riecht weniger penetrant und hat lediglich eine dezente Fischnote.

Wie dosiert man Dorschlebertran am besten ?

Es ist sehr wichtig, Lebertran in der Fütterung korrekt zu dosieren. Die meisten, enthaltenen Vitamine sind wasserlöslich. Der Organismus des Hundes kann also alles, was überschüssig und nicht speicherbar ist, einfach wieder ausscheiden. Die Vitamine A und D sind allerdings fettlöslich, was zur Folge hat, das diese nicht einfach wieder ausgeschieden werden, sondern in einem Speicher landen und es zu einer Überdosierung kommen kann.
Folgende Dosierung ist zum empfehlen :

  • 0,5- 2 TL,   2 x pro Woche

Es sei noch gesagt, dass es weder bei zu langem Aufenthalt in der Sonne, noch bei der Aufnahmen von Vitamin D haltigen Nahrungsmitteln, zu einer Überdosierung kommen kann. Nur die Gabe von synthetischen Vitaminen kann eine Überdosierung zur Folge haben.

Eine Überversorgung von Vitamin A äußert sich ua. in den folgen Symptomen :
Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, geringe Gewichtszunahme, Störungen in der Entwicklung der langen Knochen, Läsionen der Arterien und des Herzens, Abbau der Knochensubstanz und Missbildungen, Gaumenspalten bei ungeborenen Welpen.

Eine Überversorgung mit Vitamin D kann zu folgenden Auffälligkeiten führen :
Hyperkalzämie, die man an Herzrhythmusstörungen, häufigem Urinieren, vermehrter Wasseraufnahme, Übelkeit und Erbrechen, Nierensteinen und Nierenverkalkung erkennen kann. Außerdem kann es zu einer dauerhaften Ablagerung von Mineralstoffen in Herz, Lunge und Nieren kommen. Wachstumsverzögerungen, schwere Organstörungen sowie eine gestörte Gebissentwicklung sind ebenfalls auf eine Überversorgung zurück zu führen.

Worauf sollte man bei der Verwendung von Dorschlebertran noch achten ? 

Wie bei allen Meeresprodukten, sollte man auf eine gut deklarierte Schadstoffanalyse achten. Diese kann verhindern, dass Gifte oder Schwermetalle in den Organismus des Hundes gelangen.

Wie andere Öle auch, kann Lebertran schnell ranzig werden. In der Regel, hält sich Lebertran in einer dunklen Glasflasche, geöffnet acht bis zehn Wochen. Durch die Zugabe von Vitamin E kann man den Lebertran, und im übrigen alle anderen Öle auch, länger haltbar machen. Wir empfehlen Dir hierzu ein natürliches Vitamin E Öl (Alpha-Tocopherol) ohne Farbstoffe, Duftstoff und Konservierungsstoffe zu verwenden. Dieses erhältst Du in der Apotheke. Füge dem Dorschlebertran 0,5 – 1% Vatamine E Öl zur Konservierung hinzu.

Ist es notwendig, dass ich meinem Hund Lebertran füttere?

Viele Barfkritiker sehen die Zugabe von zu vielen Supplementen ja als völlig übertrieben an. Viele glauben auch, dass durch die Warnungen nur die Angst geschürt werden möchte, um durch weitere Zusätze mehr Geld zu verdienen. Denn der Wolf benötigt schließlich auch keine Zusätze. Doch zum einen achtet beim Wolf niemand darauf, ob dieser Mangelerscheinungen hat oder wie alt er schlussendlich wird. Wir Hundehalter wollen selbstverständlich, dass unsere Schützlinge ein langes und gesundes Leben führen. Deshalb setzen wir uns mit dem Thema Ernährung intensiv auseinander.

Wenn Du auf der Suche nach einem Dorschlebertran bist, empfehlen wir Dir diesen:

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About Author

Mein Name ist Natascha und ich lebe zusammen mit meinem Mann, meinen beiden Söhnen, sowie unseren Hunden Jamie und Sisco in einem Vorort von München. Meinen ersten Hund hatte ich bereits mit zwölf Jahren, einen Dobermann und mein absoluter Seelenhund, und seitdem ging es einfach nicht mehr ohne Hund. Jamie (5 Jahre alt) ist ein reinrassiger Labrador, den ich mit acht Wochen vom Züchter holte. Sisco ist ein Mischling aus Golden Retriever und weißem Schäferhund, mittlerweile 4 Monate alt und ebenfalls mit acht Wochen hier eingezogen. Beide sind aufgrund ihrer Rassen anfällig für Gelenkerkrankungen, sodass ich anfing mich mit dem Thema Ernährung näher auseinanderzusetzen. Nach einiger Recherche kam für mich nur noch das Barfen in Frage, weshalb Jamie nun seit drei Jahren und Sisco vom ersten Tag an gebarft werden. Beide lieben es und fressen sichtlich mit Genuss. Auch das Jamie, außer zu den jährlichen Check-ups, noch nie einen Tierarzt sehen musste, ist für mich der beste Beweis. Ich bin absolut überzeugt vom Barfen als die gesündeste Art der Hundeernährung und freue mich schon darauf noch viel mehr zum Thema zu lernen.

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