Die Umstellung auf BARF – So geht`s

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Es ist soweit: Ihr Vierbeiner soll in den Genuss seiner ersten BARF-Mahlzeit kommen. Aber Ihr Hund ist besonders mäkelig oder empfindlich und Sie sind sich unsicher, wie sie ihm sein neues Futter schmackhaft machen sollen? Wir geben Ihnen Tipps und Hilfestellung, damit Sie Ihren Hund problemlos an das Frischfleisch gewöhnen können.

Entgiftung durch BARF

Wenn Sie auf BARF umstellen, entgiftet sich der Organismus Ihres Hundes. Im Laufe der Jahre haben sich durch den Verzehr von belastetem Fleisch, Medikamentengaben und Schadstoffe diverse „Giftstoffe“ im Hundeorganismus eingelagert. Dabei handelt es sich nicht um richtige Gifte, sondern vielmehr um Stoffwechselprodukte oder Restmengen von nicht verwertbaren Futterinhaltsstoffen, Medikamenten und belastetem Fleisch.

Woher kommen diese „Giftstoffe“?

Die Tiere, von denen das Fleisch in herkömmlichen Futtermitteln stammt, wurden oftmals im Laufe ihres Lebens mehrfach mit Antibiotika oder Hormonen behandelt. Zwar dürfen die Tiere nur geschlachtet werden, wenn eine bestimmte Wartezeit seit der Arzneimittel- oder Hormongabe verstrichen ist, allerdings kommt es doch immer wieder vor, dass belastetes Fleisch in den Verkehr gebracht wird. Aus diesem Grund beziehen wir unser Fleisch nur von Höfen, die keine Hormonbehandlung bei ihren Tieren durchführen.

Das Fleisch im herkömmlichen Tierfutter ist nicht selten mit Hormonen belastet.

Was sind typische Entgiftungserscheinungen?

Die Symptome einer Entgiftung beim Hund sind sehr vielfältig, sollten aber eines gemeinsam haben: Nach wenigen Tagen, spätestens aber nach zwei Wochen sollten sie wieder verschwunden sein. Treten sie danach weiterhin auf, empfehlen wir Ihnen dringend einen Tierarzt aufzusuchen. Typische Entgiftungserscheinungen sind:

  • Schuppiges oder fettiges Fell
  • Stärkerer Eigengeruch des Hundes
  • Vermehrtes Haaren
  • Leichter Ausschlag
  • Leichte Blähungen
  • Leichter Durchfall

Als Infobox: Was füttere ich bei der Umstellung auf BARF?

Beginnen Sie mit besonders leicht zu verdauenden Zutaten: Als erste Fleischmahlzeit empfiehlt sich Huhn, weil es besonders mager ist. Als erste Gemüseart eignen sich pürierte Karotten, die sehr gut bekömmlich sind und auch gerne bei Magen-Darm-Problemen verfüttert werden. Grundsätzlich sollten Sie immer mit einer Fleischsorte starten und erst wenn diese gut vertragen wird, auf die nächste umstellen. Dasselbe gilt für jedes Obst und Gemüse. Innereien sollten Sie immer erst dann anfangen zu füttern, wenn Ihr Hund das reine Muskelfleisch bereits gut verträgt. Ende Infobox.

Barf-Umstellung: Nicht jeder Hund ist gleich!

So wie nicht alle Hunde gleich sind, so ist auch nicht jede Umstellungsmethode für jeden Hund geeignet. Trotzdem lassen sich fast alle Hunde mit etwas Geduld dazu bringen, die BARF-Mahlzeiten doch zu akzeptieren. Wir unterscheiden die Hunde in zwei große Gruppen: in der ersten befinden sich junge, gesunde Hunde und in der zweiten Gruppe Welpen, alte, empfindliche oder mäkelige Hunde.

So unterschiedlich Hunde sind, so unterschiedlich sind auch die Umstellungsmethoden.

Auf BARF umstellen bei jungen, gesunden Hunden

Wenn Sie einen Hund zwischen acht Monaten und acht Jahren haben, können Sie meistens sehr problemlos auf die Frischfleischfütterung umstellen. Das Vorgehen ist dabei folgendes:

  1. Eine Mahlzeit auslassen, um den Appetit anzuregen.
  2. Erste BARF-Mahlzeit füttern mit nur einer Sorte Fleisch und einer Sorte Gemüse. Wenn Ihr Hund das neue Futter verweigert, nehmen Sie es nach ca. fünf Minuten weg und bieten Sie es ihm erst zur nächsten Mahlzeit wieder an.
  3. Nach einer Woche können Sie beginnen Innereien unterzumischen. Deren Anteil sollten Sie immer langsam steigern, weil viele Hunde mit Durchfall auf Innereien reagieren.
  4. Nach zwei Wochen langsam mit der Knochenfütterung beginnen.
  5. Nach drei Wochen die zweite Sorte Fleisch hinzufügen.

Sollte Ihr Hund während der Umstellung starken Durchfall zeigen oder die BARF-Mahlzeit mehr als zwei Tagelang verweigern – können Sie sich an den Empfehlungen zur zweiten Gruppe orientieren.

Auf BARF umstellen bei alten, mäkeligen, empfindlichen Hunden und Welpen

Die Umstellung in der zweiten Gruppe geht dagegen etwas langsamer und vorsichtiger vonstatten. Dabei empfehlen wir Ihnen, Ihren Hund nach und nach auf BARF umzustellen, um sowohl seinen Verdauungstrakt als auch seinen Geschmack an die neue Art der Fütterung zu gewöhnen.

Auch alte Hunde können auf BARF umgestellt werden, allerdings sollte man bei Ihnen vorsichtiger vorgehen.

Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. An Tag 1 mischen Sie ca. 10% Frischfleisch unter die alte Futtersorte. Wenn Ihr Hund zu der besonders mäkeligen Sorte gehört, können Sie das Trockenfutter vorher einweichen und das Fleisch danach unterrühren, so dass er keine Möglichkeit hat, das alte Futter zu selektieren. Sollte auch das nichts helfen, dann können Sie das rohe Fleisch vorher leicht andünsten.
  2. An Tag 2 mischen Sie ca. 15% Fleisch unter die Mahlzeit und einen Esslöffel einer pürierten Gemüsesorte, zum Beispiel Karotten
  3. An den folgenden Tagen steigern Sie langsam den BARF-Anteil immer weiter, bis Sie schließlich bei 100% angelangt sind.
  4. Sollte Ihr Hund ab einer bestimmten Anteilmenge sein Futter verweigern oder mit stärkerem Durchfall reagieren, dann gehen Sie wieder auf die vorherige Zusammensetzung zurück, füttern diese zwei Tage und erhöhen erst dann wieder den Anteil der BARF-Ration.
  5. Wenn Ihr Hund sein neues Futter gut akzeptiert und verträgt, können Sie langsam beginnen Innereien unterzumischen. Dabei gehen Sie genauso vor wie vorher mit dem Fleischanteil.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Umstellung auf BARF!

Bild-Quelle:

1: istock.com/ ThamKC, 2: istock.com/ Astrid860, 3: istock.com / katerinchik73, 4: istock.com / stonena7

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About Author

Mein Name ist Luisa und Ich beschäftige mich mittlerweile seit über 10 Jahren mit dem Barfen. Der Vorgänger meiner jetzigen Hündin, Buffy, litt unter diversen Futtermittelallergien, so dass ich damals gezwungen war, mich mit Ernährungsalternativen zum Trockenfutter auseinanderzusetzen. Dabei wurde mein Interesse an der Hundeernährung geweckt und ich vertiefte nach und nach mein Wissen in diesem Bereich. Dieses Wissen konnte ich in meinem Tiermedizin-Studium noch weiter ausbauen. Seit einem Jahr begleitet mich Buffys Nachfolgerin: Dalmatinerhündin Amira wurde bereits bei ihrer Züchterin gebarft.

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