Die ersten Wochen des Welpen daheim

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Wenn Du Dich für einen Welpen entschieden hast, übernimmst Du eine große Verantwortung für dieses kleine Lebewesen und solltest diese nie an andere Personen abgeben. Ein freundlicher Nachbar oder ein Hundesitter eignen sich besonders in der Eingewöhnungsphase nicht als Bezugspersonen, da diese Menschen das neue Familienmitglied eher verwirren. Ein junger Hund benötigt Orientierung und Zuwendung, nachdem er in sein neues Zuhause eingezogen ist. Schließlich ist er gerade von seinem Rudel, also seiner Mutter und seinen Wurfgeschwistern, getrennt worden. Ein Welpe darf die Eingewöhnungszeit nicht alleine im neuen Heim verbringen, da die Präsenz seines Frauchens oder Herrchens die gegenseitige Bindung stärkt. In der Welpenphase gilt: Nähe schafft Vertrauen. Wenn Du dieses berücksichtigst, lässt Du einen wesensfesten Hund an Deiner Seite heranwachsen.

Egal wie groß Dein Haus ist, ein junger Hund wird immer in Deiner Nähe sein.- Pamela Dugdale

Ist das Zuhause welpensicher?

Noch bevor Welpi bei Dir und Deiner Familie einzieht, solltest Du Dir die Frage stellen, welche möglichen Gefahrenquellen auf ihn lauern könnten. Dazu gehören Stromkabel, ungesicherte Steckdosen, giftige Blumen, Reinigungsmittel und Medikamente. Auch Kleinteile von Kinderspielzeug können schnell mal in Welpis Magen landen und gefährliche innere Verletzungen verursachen. Am besten räumst Du alles gut weg, damit später nichts Schlimmes passieren kann. Wenn Du enge Nischen zwischen Schränken und anderen Möbeln entdeckst, in denen sich der kleine Hund einklemmen könnte, dann sorge auch hier für Abhilfe. So garantierst Du ihm ein welpensicheres Zuhause.

Hurra, Welpi ist endlich da

Foto: Jörg Häßler

Wenn Du nicht alleine lebst, dann hat wahrscheinlich die ganze Familie beim Züchter ihren neuen Hund ausgesucht und sich schon riesig auf seinen Einzug gefreut. Deshalb ist es sehr verständlich, dass ihn auch alle wieder gemeinsam im neuen Zuhause begrüßen wollen. Es sollten jedoch nicht alle Familienmitglieder gleichzeitig auf ihn einstürmen, auch wenn die Wiedersehensfreude noch so groß und Welpi wahnsinnig niedlich ist. Gebt ihm Zeit, sein neues Heim kennenzulernen. Lasst Welpi ausgiebig in der Wohnung herumschnüffeln, damit er sich mit den neuen Gerüchen vertraut machen kann. Dabei verliert den neuen Mitbewohner nie aus den Augen, damit er nichts umwirft oder sich gar im neuen Zuhause verirrt. Schließlich hatte er schon durch den Umzug genug Stress, den er verarbeiten muss.

Welpenspielzeug als Begrüßungsgeschenk

Es ist kein Gerücht: Hundewelpen lieben Spielzeug. Um ihm den Abschiedsschmerz von seinem Rudel zu erleichtern, kannst Du Welpi an seinem Platz im neuen Zuhause einige Spielzeuge bereitlegen. Dann kann er selbst entscheiden, womit er sich ablenken möchte. Das Angebot ist wirklich riesig, da ist für jeden Welpen etwas Passendes dabei. Im Fachhandel werden giftfreie Produkte mit Gütesiegel verkauft.

Zum Kauen ein Ball mit Noppen oder ein Tierchen aus Latex

Fast alle Welpen lieben Plüschtiere in sämtlichen Variationen, mit denen sie kuscheln und die sie mit sich herumtragen können. Aber auch eine quietschende Gummiente oder ein Schwein aus Latex bedeuten für manche Welpen das Spielvergnügen schlechthin. Einige Babyhunde erschrecken sich vor dem Quietschgeräusch und haben regelrecht Angst vor dem Biss in die kleinen Gummimonster. Ein Renner ist auch der Seilknochen aus gedrehten Baumwollfäden, der die Kauaktivitäten anregt. Zu den Klassikern unter den Hundespielzeugen gehört ein kleiner Ball mit Noppen, den der Welpe mit seinem Maul festhalten kann. Der Ball ist nahezu unverwüstlich und massiert gleichzeitig das Zahnfleisch.

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Denkspielzeug mit Leckerlis

Es gibt natürlich auch komplexe Alternativen zu den bereits aufgezählten Welpenspielzeugen. Ein sogenannter Kong beispielsweise fordert Deinen jungen Hund ganz schön heraus. Es handelt sich um einen Kegel aus Vollgummi, der mit Futter gefüllt werden kann. Welpi lernt recht schnell, sich sein Futter spielerisch zu erarbeiten. Der Geruch seines Lieblingsleckerlis wird ihn immer wieder dazu animieren, sein Geschick unter Beweis zu stellen. Natürlich ist nicht jeder Welpe sofort von diesem Spiel begeistert. Ein wenig Geduld zahlt sich hier für Frauchen und Herrchen aus. Schließlich gibts nichts Schöneres für Deinen Hund als Belohnung.

Ein fester Futterplatz für Welpi

Zur Welpenerstausstattung gehören natürlich auch ein Futter- und ein Wassernapf. Gerade am Anfang sollte das Futter immer an derselben Stelle bereitstehen. Dieser Platz bietet dem Welpen Orientierung innerhalb des neuen Zuhauses und Dir natürlich auch die Möglichkeit, ihm bestimmte Fressgewohnheiten beizubringen. Die Verabreichung von Futter ist gleichzeitig ein Gemeinschaftserlebnis, welches Welpi noch stärker an sein Frauchen und Herrchen bindet. Schließlich fallen hier meistens ein paar zusätzliche Streicheleinheiten für ihn ab. Wichtig: Sowohl der Futter- als auch der Wassernapf sollten täglich gereinigt werde

Ein Körbchen als Schlafplatz in Deiner Nähe

Ein junger Hund braucht viel Schlaf, und nach der Strapaze des ersten Tages freut sich Welpi besonders auf sein kuscheliges Körbchen. Im Körbchen kannst Du z.B. ein vom Züchter mitgebrachtes Tuch oder eine Decke deponieren, die den vertrauten Geruch von seinen Geschwisterchen hat. Idealerweise stellst Du das Körbchen ganz in Deiner Nähe auf, wo ihr euch gegenseitig im Blick habt. Anfangs setzt Du ihn vorsichtig hinein und beschäftigst Dich eine Weile mit ihm. So kannst Du Welpi auch mit Streicheleinheiten verwöhnen. Außerdem wird der neue Mitbewohner schon früh daran gewöhnt, dass Dein Bett für ihn tabu ist. Wenn Welpi sich erleichtern muss, wird er durch Winseln auf sich aufmerksam machen. Schließlich will die kleine Fellnase ihr schönes Körbchen nicht beschmutzen, dafür sorgt Welpis Instinkt.

Das Welpenklo ist draußen vor der Tür

Ein Hund in einem Alter bis zu drei Monaten muss ungefähr alle zwei Stunden sein Geschäft verrichten, ein vier Monate alter Hunde etwa alle drei Stunden, ab einem Alter von sechs Monaten etwa alle vier Stunden. Grundsätzlich ist ein Gang vor die Tür bei jeder Tages- und Nachtzeit zu empfehlen, damit der Welpe lernt, dass es ausdrücklich erwünscht ist, wenn er sich draußen erleichtert. Wichtig: Gehe mit ihm grundsätzlich nur an die Stellen, wo Welpi zukünftig auch hinmachen darf. Ein großes Lob an Ort und Stelle bestärkt ihn, sich auch beim nächsten Mal vorher bemerkbar zu machen.

Welpis erster Check Up beim Tierarzt

Ein Hund muss in seinem Leben häufiger zum Tierarzt. Deshalb solltest Du Dir von Anfang an den Doc Deines Vertrauens aussuchen. Vielleicht hattest Du vor Deinem Welpen ja schon einmal einen Hund und hast mit Deinem Tierarzt bereits gute Erfahrungen gemacht. Bevor es aber losgeht, solltest Du bestimmte Handgriffe an Deinem jungen Hund üben, damit es beim Doc keine unangenehmen Überraschungen gibt. Egal ob Fell, Pfoten, Zähne oder Ohren- das Betasten kannst Du geschickt in Deine Schmusestunden miteinbeziehen. Dann bekommt Welpi beim Tierarztbesuch weniger Stress.

Eine Wurmkur ist zwingend erforderlich

Dein Züchter hat Deinem Welpen wahrscheinlich ab der zweiten oder dritten Woche bereits eine Wurmkur verabreicht, die dann beim Tierarzt fortgesetzt wird. Eine Wurmkur wirkt in etwa 24 Stunden. In diesem Zeitraum sollen Würmer in allen Entwicklungsstadien abgetötet werden. Während Welpen hauptsächlich mit Spul-und Hakenwürmern infiziert sind, können erwachsene Hunde von Bandwürmern befallen werden.

Impfungen sollten nach Plan erfolgen

Es gibt sogenannte Pflichtimpfungen und Wahlimpfungen. Pflichtimpfungen: Ab der achten Woche müssen Welpen gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und ab dem dritten Monat gegen Tollwut geimpft werden. Wahlimpfungen erfolgen gegen Borreliose, Zwingerhusten und gegen das Herpesvirus. Alle Impfungen müssen in den Impfpass eingetragen werden. Wichtig: Nur ein entwurmter und gesunder Welpe darf geimpft werden.

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Welpis erste Kommandos

Ungeduld ist im Umgang mit Deinem Welpen keine gute Haltereigenschaft. Du solltest ihn in den ersten Wochen sehr genau beobachten und Welpi nicht mit Kunststückchen überfordern. Das Erlernen der ersten Kommandos  bedeuten für Deinen Welpen Stress. Wichtig sind daher kleine Übungseinheiten.

Grundkommando “Sitz”

Welpi setzt sich häufig von selbst hin. Wenn Du in dieser Situation “Sitz” sagst und Deinen Welpen dabei lobst, wird er dieses Lob mit seiner Handlung verknüpfen und diesem Kommando zukünftig gerne folgen. Ziel der Übung ist es, dass Welpi auch sitzen bleibt, wenn Du außer Sichtweite bist.

Grundkommando “Platz”

Wenn Welpi sich in sein Körbchen legt, kannst Du ihn streicheln und “Platz” sagen. Wenn er müde ist, locke ihn gern auch mit einem Leckerchen in sein Körbchen. Wenn Du dann das Wort “Platz” sagst, wird dieses Kommando für ihn mit der Zeit zu einem positiven Reiz.

Grundkommando “Bleib”

Nach Ausführung des Kommandos “Sitz” streckst Du Deinem Welpen die flache Hand entgegen. Dann bewegst Du Dich mit Blickkontakt zu Welpi einen Schritt von ihm weg. Bevor er die Möglichkeit hat, Dir zu folgen, gehst Du zu ihm zurück und belohnst ihn mit einem Leckerchen, wenn er brav sitzen geblieben ist.

Grundkommando “Komm”

“Komm” gilt als eines der wichtigsten Kommandos für Deinen Hund. Das Ziel besteht darin, ihn später auch ohne Leine laufen lassen zu können. Wenn Du Deinen Welpen mit “Komm” rufst und gleichzeitig mit der Futterdose klapperst, wird er diesem Kommando gern folgen. Als Bestätigung folgen ausgiebiges Lob und natürlich ein Leckerli.

“Nein” oder “Aus”

Ein Welpe muss früh lernen, dass es auch Grenzen gibt. Diese Grenzen erfährt der junge Hund durch Training, für das Du Dir viel Zeit nehmen solltest. Grundsätzlich müssen alle Familien- bzw. Rudelmitglieder sich darüber einig sein, was erwünscht und was unerwünscht ist.

Beispiel: Ein lautes “Nein” oder “Aus” bei dem Versuch, einen Schuh zu zerkauen, reicht in der Regel aus, damit Welpi das Verbot erkennt.

Welpi an Geschirr und Leine gewöhnen

Grundsätzlich sind Halsband und Leine für Deinen Welpen etwas Fremdartiges. Welpi wird sich anfangs wahrscheinlich gegen ein Halsband sträuben. Alternativ bietet ein Welpengeschirr viele Vorteile. Welpi kann hier nicht einfach herausschlüpfen, und bei ruckartigen Bewegungen werden der bei Welpen noch sehr empfindliche Bereich der Halswirbelsäule und der Kehlkopf keinem zu starken Druck ausgesetzt. Das Welpengeschirr sollte aber nicht dauerhaft angelegt werden, da das empfindliche Fell des kleinen Hundes Schaden nehmen könnte.

Step 1: Anlegen des Welpengeschirrs

Hat sich Welpi das Geschirr anlegen lassen, dann kannst Du mit ihm spielen und ihm ein Leckerli gönnen. Mit dem Anlegen des Geschirrs stellt dann Welpis Gehirn im Laufe der Zeit eine positive Verknüpfung her- sinngemäß: Geschirr anlegen = Gassi = Spaß.

Step 2: Anlegen der Leine

Als nächstes wird die Leine zum Gassigehen ins Geschirr eingehakt. Sobald Dein Hund draußen locker vor oder neben Dir herläuft, lobe ihn ausführlich. Je öfter Du ihn lobst, desto lieber wird er an der Leine gehen. Anfangs sollten Gänge an der Leine nicht länger als 15 Minuten dauern, um Welpi nicht zu überfordern.

Welpi allein zuhaus`- ein absolutes No-Go

Als Mitglied im neuen Rudel muss der Welpe erst einmal Vertrauen zu allen Familienmitgliedern fassen. Dieses Vertrauen bekommt er natürlich durch Streicheleineiten und Fürsorge, die auch darin besteht, dass sich stets ein Rudelmitglied in seiner Nähe aufhält. Grundsätzlich gilt: In den ersten drei Monaten sollte ein Hundebaby nicht allein zuhause bleiben. Frühestens ab dem fünften Lebensmonat kannst Du Deinen jungen Hund auf das gelegentliche Alleinsein trainieren. Dabei solltest Du aber behutsam vorgehen und mit maximal 30 Minuten beginnen. Wichtig: Ein Hund sollte auch im erwachsenen Alter nie länger als sechs Stunden alleine bleiben.

 

 

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Baloo ist mein fast sechs Monate junger Havaneser, der neugierig durch die Welt tapst und alles erkunden will, was über, unter, vor, hinter und neben ihm passiert. Seinen Namen hat er übrigens, weil er so ein wenig aussieht wie Baloo, der Bär aus dem Dschungelbuch. Bellen kann der kleine Kerl auch schon, aber ihr wisst ja: "Hunde, die bellen, beißen nicht." Das soll auch so bleiben. Eines haben wir jedenfalls schon gemeinsam: Wir gehen Gassi lieber bei Sonnenschein.