Der Mops on Tour – und warum es einfach „Gassi gehen“ nicht gibt.

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Wie ihr ja mittlerweile wisst, bin ich 2,5 Jahre alt. Zu Beginn wollte ich ja einfach IMMER nach draußen. Hauptsache Action. Da musste nur einer mit dem Schlüssel klappern oder sich die Schuhe anziehen und ich stand parat. Mittlerweile, naja, es muss schon was Fetziges in Aussicht stehen, dass ich in Fahrt komme. Ich bin ja nicht blöd und kenne die Uhrzeiten, an denen es normalerweise raus geht. Außerhalb dieser Zeiten, kann es keine „vernünftige Tour“ geben, also zeige ich mich erst mal skeptisch.

Ihr müsst wissen, ich wohne in der Stadt und es gibt einige Gegenden, die zu meinem „Hood“ gehören. Da hab ICH das Sagen und ich kenne jeden Winkel. Wir haben in der Nähe unserer Wohnung einen Park – meiner! Dann gibt es nicht weit entfernt den Wiesengrund – meiner! Bei der Arbeit von Frauchen gibt es auch eine große Hundeweise – meine! Und mein Lieblingsort, wenn wir nur ein paar Minuten mit dem Auto fahren, ist der große Stadtwald – ihr ahnt es schon – meiner!

Normalerweise läuft das so ab: Frauchen trägt mich die Treppe runter, was ich hasse! Wie nämlich alle immer denken, bin ich nicht der typische kleine Handtaschenhund – weit gefehlt. Ich bin ein echter Kerl und ich möchte nicht getragen werden! Das Problem ist nur, dass wir so eine gruselige Treppe vor der Wohnung haben wo man durch das Gitter nach unten schauen kann. Ich hab zwar vor nichts Angst, aber gut, ich bring’s mal auf den Punkt: ich lass mich lieber tragen als da alleine runter zu laufen!

Unten vor der Tür gibt es drei Wege die immer viel versprechend sind:
Nr. 1 der Weg in den Park – Hammer! Das wird ein spitzen Gassi. Wenn wir diesen Weg wählen zieh ich Frauchen wie ein irre gewordener Schlittenhund hinter mir her.

Ich kann’s kaum erwarten bis wir vorne im Park angekommen sind. Kaum da, bell ich erst mal in die Runde um allen klar zu machen „Ich bin da! Und das ist mein Park Leute!“. Oft sind einige meiner Kumpels hier am Start und es gibt erst mal ne ordentliche Am-Po-Schnüffel- und Wälz- und Flitz-Runde. Ich kenne hier jeden Baum- gehören ja auch alle mir – aber um sicher zu gehen, markiere ich regelmäßig jeden einzelnen nochmal. Muss mir meine „Ladung“ immer gut einteilen, sonst ist für den letzten Baum am Ende nichts mehr übrig.

Also wenn’s in den Park geht: ich bin am Start!

Die zweite Option die sich unten vor der Haustür bietet ist der Weg in den Wiesengrund. Hier ist der Weg ein Stück länger – das heißt ich muss erst mal gute 15 Minuten die Schlittenhunde-Nummer abziehen (Frauchen bewegt sich aber auch immer wie in Zeitlupe, ich sag’s Euch) aber dafür ist der Wiesengrund auch richtig nice!

Hier sind meistens auch Kollegen am Start die immer mit mir flitzen wollen. Hier gibt es auch öfter mal ein Stöckchen, das ich jagen und rumschleppen kann. Im Sommer ist es hier super spitze weil ich ein kleines Bad im Fluss nehmen kann um mich abzukühlen. Am Anfang war ich super wasserscheu, aber das erzähl ich Euch ein ander Mal ausführlich. Das Gute an der Wiesengrund Runde ist, dass wir hier immer mindestens 1,5 Stunden unterwegs sind.

Umso länger ich flitzen kann, umso besser. Ich liebe es!

Wenn Frauchen vor der Tür keine der beiden Wege einschlägt, kann ich nur noch hoffen und beten, dass es zum Auto geht. Wenn es Morgen ist, heißt das, dass wir in die Arbeit fahren. Hier geht es zum Gassi auch immer auf die großen, nahegelegenen Wiesen. Hier treffe ich zwar leider keine Freunde, nur ein paar echt stoffelige, motzige Kollegen, die ich noch so sehr nerven kann, die aber einfach nicht aus der Reserve zu locken sind – aber trotzdem ist es dort ziemlich cool. Ab und an gibt es ein paar Löcher zu graben oder Schafskökel zu fressen wenn Frauchen nicht schnell genug ist um mich wegzuziehen 🙂 Über meine Liebe zu kleinen, stinkenden Häufchen jeglicher Art, muss ich Euch bei Gelegenheit auch mal erzählen. Ich kann Euch sagen, da rastet Frauchen so richtig aus 🙂

Also: Wiesengrund in der Arbeit = Top!

Wenn Frauchen mich ins Auto lädt, gibt es außerdem noch die Chance, dass wir in den Wald fahren. Jackpot! Das ist das Beste, was mir passieren kann. Das ist quasi das Paradies. Ich kann flitzen so viel ich will, durchs Unterholz rasen, Stöckchen suchen, über Baumstämme springen, Fährten verfolgen, Pferdeäpfel fressen und noch SO viel mehr. Warum kann es nicht immer in den Wald gehen…? Leider ist das aber nicht der Fall…

Zum Spezialartikel:   Neu hier: Benny & Diana

Ich sitze also unten vor der Haustür und wäge meine Chancen ab. Die Möglichkeiten rattern mir durch den Kopf… wo wird es wohl hingehen? Bitte, bitte, bitte….. Mit dem eingeschlagenen Weg steht und fällt meine Motivation. Wählt Frauchen einen anderen als einen dieser drei Wege…. Leute dann hab ich keinen Bock! Ich hasse es an der Leine zu gehen! Was soll das eigentlich? Wozu dieses Ding? Ich kann schon super brav an der Leine laufen… wenn ich will. Meistens will ich aber nicht 🙂 Dann bleib ich zwischen drin einfach immer wieder mal stehen, um Frauchen demonstrativ zu zeigen, dass ich keine Lust hab!

Ja, ich hab so meine Mittel meiner Unlust Ausdruck zu verleihen… Im Normalfall rieche ich einfach an JEDEM Grashalm, jeder Hausecke, jedem Laternenmast, der mir so über den Weg läuft. Ich schnufer hier und dort und markiere einfach mal ALLES!

Auch wenn schon lange nichts mehr kommt, nicht mal ein winziges Tröpfchen, der Wille zählt. Es geht ja schließlich ums Prinzip. Ich drehe mich gerne dabei zwanzig Mal im Kreis bevor ich mein Bein hebe…. irgendwie muss ich ja das Beste aus so einer langweiligen Gassirunde machen. Frauchen treibt das alles in den Wahnsinn… aber das ist ja auch gut so. Immerhin muss sie ja irgendwie verstehen, dass sie das nächste Mal wieder einen der drei fetzigen Wege einzuschlagen hat.

 

Schlussendlich setze ich doch immer wieder meinen Kopf durch. Bin eben ein Mops.

Also Leute, leset und lernet!

 

Euer Schmidt!

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Nicole & Mops Schmidt “Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos”. Ich kann mir ein Leben ohne meinen Schmiddi in der Tat nicht mehr vorstellen. Für mich ist er etwas ganz Besonderes. Er ist smart, verspielt, verschmust aber irgendwie ständig auf Vollgas. Mein kleiner Kumpel, immer an meiner Seite und immer für mich da.

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